Der Bamberger Landrat Johann Kalb konnte sich erneut über Fördermittel für den Landkreis freuen. Der Landkreis Bamberg ist Träger des bislang größten transnationalen Leader-Kooperationsprojekts Bayerns. Im Dezember überreichte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München einen Förderbescheid über 375 442,64 Euro, so dass das Projekt "Cisterscapes - Cistercian landscapes connecting Europe" nun an den Start gehen kann.

Der Landkreis Bamberg koordiniert 18 Projektpartner in sechs Ländern für eine gemeinsame Bewerbung auf ein transnationales Europäisches Kulturerbe-Siegel. Dazu wird bis 2021 ein Maßnahmenplan zur Förderung der Regionalentwicklung und touristischen Aufwertung umgesetzt, der mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Bayern unterstützt wird.

Der Landkreis Bamberg als Träger und transnationaler Koordinator des Projekts investiert zusammen mit sechs bayerischen Landkreisen bis 2021 in Regionalentwicklung und europäische Vernetzung. Teilnehmende Klosterlandschaften in Bayern sind Ebrach, Klosterlangheim und Waldsassen. Ziel ist die Bewerbung für das "Europäische Kulturerbe-Siegel" (EKS) in der Kategorie Kulturlandschaft.

Bedeutung hervorheben

Eine wesentliche Aufgabe des Projekts der Klosterregionen besteht darin, auf die einzigartige historische Bedeutung der zisterziensischen Landschaften in Europa aufmerksam zu machen und dieses Erbe an die nächsten Generationen weiterzugeben. So werden die Partnerstätten aus Frankreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich und Slowenien gemeinsame Maßnahmen zur In-Wert-Setzung ihrer Regionen durchführen: Neben der Entwicklung von Multimediastationen und Landschaftsmodellen werden Landschaftsführerschulungen, Lehrerfortbildungen und Exkursionen zwischen den Klosterstätten durchgeführt.

Im zweiten Schritt erfolgt die touristische In-Wert-Setzung der Regionen mit einem "Zisterzienserweg", der als ca. 1400 km langer europäischer Fernwanderweg die Klosterlandschaften von West nach Ost verbinden wird. red