Obwohl es um die Stromtrasse im Bereich der Marktgemeinde in der letzten Zeit ruhiger geworden ist, zeigte der Jahresrückblick von Schriftführer Florian Karges, dass der Vorstand der Bürgerinitiative "Ortsteile Schondra gegen Südlink" auch im vergangenen Jahr genügend zu tun hatte. Er zählte auf: Stellungnahmen zum Untersuchungsrahmen 2030 und zum Netzentwicklungsplan 2030, Konsultationen zum Positionspapier zur Erdkabel-Methodik, Info-Markt mit Tennet und schließlich die Antragskonferenz der Bundesnetzagentur. Wichtig war auch die Zusammenarbeit mit den anderen Bürgerinitiativen im Landkreis und im Bereich Schweinfurt.
Vorsitzender Reiner Morshäuser stellte in der Jahreshauptversammlung des Vereins im Feuerwehrschulungsraum in Singenrain die aktuelle Planungssituation des Südlink dar. Nachdem Thüringen bei der Antragskonferenz einen ganz neuen Trassenvorschlag eingebracht hat, der von der Bundesnetzagentur noch nicht bewertet ist, werde sich der Bau der Erdkabeltrasse weiter verzögern. Nach diesem Vorschlag würde die gesamte Strecke westlich an Thüringen und Bayern vorbeilaufen und nur ein direkter Abzweig nach Grafenrheinfeld führen. Unabhängig davon werde die Bürgerinitiative weiterhin die nach dem derzeitigen Planungsstand betroffenen Bereiche des Landkreises in ihrem Widerstand unterstützen, so Reiner Morshäuser.


Bestehende Leitungen prüfen

Die BI setzt außerdem weiter darauf, dass die großen Stromtrassen immer noch vermieden werden können. Derzeit laufen umfangreiche Berechnungen zu einer Stromversorgung auf Bezirksebene, die durch eine intelligentere Ausnutzung der bestehenden Netze einen Leitungszubau unnötig machen und die regionalen Stromerzeuger, wie die Stadtwerke, als wichtige Partner einbinden würden.
Weiter im Auge behalten will man auch die per Gesetz festgelegte 380 kV-Leitung von Mecklar in Nordhessen nach Grafenrheinfeld. Falls diese nicht durch eine Ertüchtigung bestehender Trassen verwirklicht werden kann, müsste eine neue Stromtrasse durch die Rhön gebaut werden. red