Durch den Wohnortwechsel der Vorsitzenden waren bei der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Neuwahlen nötig. "Ich habe Stefanie Diersch immer sehr geschätzt. Wir verlieren mit ihr nicht nur unsere Vorsitzende. Als junge Mutter hat sie im Ort viele Kontakte im Kindergarten und in der Schule gepflegt. Diese Lücke müssen wir jetzt nach und nach schließen", zog Zweiter Vorsitzender Ingo Moos ein Fazit und wünschte ihr alles Gute.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Ingo Moos, Zweiter Vorsitzender Bernd Birkholz, Kassier Werner Köstner, Schriftführer Helmut Schmidt. Beisitzer sind Werner Diersch, Ingeborg Eichhorn, Fredi Grampp, Konrad Hybryka und Helmut Löffler. Revisoren bleiben Christine Diersch und Helmut Ulbrich.

"Wir müssen jünger, moderner und weiblicher werden", gab der neue Vorsitzende das Motto für die Zukunft aus. "Wichtig ist, dass wir viel Kontakt zu jungen Müttern und bei Veranstaltungen mehr die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen suchen." Mit dem "Trebgaster Bürgerblatt" habe man das beste Informationsorgan im Ort. Corona habe zwar viele Aktivitäten verhindert. "Aber wir wollen den Schwung aus der Bundestagswahl mitnehmen. Wenn es Corona wieder zulässt, müssen wir das wieder aufleben lassen, ergänzt durch ein neues Angebot für Wanderfreunde."

Die erste Amtshandlung des neuen Vorsitzenden war die Ehrung von Wolfgang Förtsch und Werner Köstner für 25-jährige Treue. Das Sahnehäubchen war die Auszeichnung von Altbürgermeister Siegfried Küspert für 40 Jahre Mitarbeit in der SPD. "Du hast in dieser Zeit den Ortsverein maßgeblich geprägt. Als langjähriger Gemeinderat, sechs Jahre als Zweiter Bürgermeister, zwölf Jahre als Bürgermeister und 18 Jahre als Kreisrat hast du auch unsere Gemeinde ein Stück weit gestaltet", lobte Moos.

Kreisvorsitzende MdL Inge Aures schloss sich den guten Worten an: "Auf dich ist stets Verlass. Du hast nie um den heißen Brei herumgeredet, sondern als kritischer Geist auch mal konstruktive Kritik geäußert."

"Ich war kein Parteisoldat, ich war auch mit der Obrigkeit nicht immer einer Meinung", antwortete Küspert und outete sich als Verehrer des Ex-Kanzlers Helmut Schmidt. "Wenn der noch leben würde, hätten wir die Pandemie längst im Griff." hd