Die Verbandsreferentin des KAB-Diözesanverbandes Bamberg, Manuela Mähringer, zollte Ingeborg Höhne größte Anerkennung und überreichte ihr die Urkunde des Bundesverbandes sowie das Ehrenzeichen als Anstecknadel. Durch ihre jahrzehntelange Treue zum Sozialverband habe diese - so heißt es in dem Dankschreiben - mitgeholfen, viele Ziele der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschland (KAB) zu verwirklichen. Beispiele hierfür seien die Rente für Mütter, der Erziehungsurlaub, die Einführung der Pflegeversicherung oder der Kampf für den arbeitsfreien Sonntag.

In herzlichen Worten dankte ihr auch die Sprecherin des KAB-Ortsverbandes Breitenloh, Gertrud Pöppl. Die Jubilarin sei immer da, wenn sie gebraucht werde, und helfe bei jeder Veranstaltung der KAB Breitenloh gerne mit.

Größte Anerkennung zollten ihr auch Diakon Georg Zenk, der die Wortgottesfeier zelebrierte, sowie weitere Mitglieder des Ortsverbandes und der Vorstand des KAB-Kreisverbandes Kronach-Hof, allen voran Ehrenvorsitzende Gabriele Zeuß und stellvertretende Kreisvorsitzende Adelheid Kotschenreuther.

Ingeborg Höhne schätzt an der KAB, dass sie sich für christliche Anliegen in Politik und Gesellschaft einsetzt und für eine solidarische und gerechte Gesellschaft kämpft. Auch der Zusammenhalt, der gesellige Teil und die Aktivitäten gefallen ihr.

Einer der ältesten Ortsverbände

Bei der 1907 gegründeten KAB Breitenloh handelt es sich um einen der ältesten Ortsverbände überhaupt. Eine Besonderheit stellt die frühe Integration der Arbeitnehmerinnen mit einer eigenen Fahne dar.

Die KAB hat ihre Wurzeln in der christlichen Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Sie entstand aus dem Zusammenschluss von Arbeitervereinen. Der erste katholische Arbeiterunterstützungsverein wurde vor rund 170 Jahren gegründet. Damals schlossen sich ihm viele Arbeiter an. Die Frauen jedoch fühlten sich lange nicht zugehörig. Erst nach dem Krieg erfolgte der Zusammenschluss mit den sehr aktiven Arbeiterinnen, die seitdem gleichberechtigt zusammenarbeiten.

Die KAB greift stets aktuelle Themen auf und hat im politischen Leben viel erreicht. Dabei setzt sie sich insbesondere für die Menschen vor Ort ein, die keine große Lobby haben. KAB-Mitglieder werden in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten kostenlos beraten und vor dem Arbeitsgericht bis hin zum Bundessozialgericht vertreten. Hinzu kommen Fortbildungsveranstaltungen und Studientage. hs