Der Markt Wirsberg hatte kürzlich Asylsuchende, die in Privatwohnungen untergebracht sind, zu einem geselligen Adventsabend in die Gaststätte Göringsbruck eingeladen. Mit seinen beschwingten Melodien sorgte Max Oertel dafür, dass das Eis schnell brach.
Bürgermeister Hermann Anselstetter erinnerte daran, dass der Markt Wirsberg landkreisweit Vorreiter bei der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen in Privathäusern gewesen sei. "Sie war der Garant für eine erfolgreiche Integration in unsere Ortsgemeinschaft." Er bezeichnete die Vermieterfamilien und die ehrenamtlichen Betreuerinnen als Scharniere einer natürlichen Eingliederung.
"Ich bin von euren Sprachkenntnissen hellauf begeistert. Ihr habt viel dazugelernt. Sogar grammatikalisch seid ihr gut in der Spur", lobte Anselstetter. Schulische Erfolge seien längst an der Tagesordnung. Er würdigte die freiwilligen Helferinnen Inge Hoch aus Neuenmarkt und Heide Bächer aus Himmelkron für ihre vorbildliche Arbeit. Als Dank übergab er fränkische Gaumenfreuden.
Raimund Schramm von der Gästeinformation zeigte eine interessante Präsentation über "Wirsberg - früher und heute".
Nach dem gemeinsamen Abendessen sang man gemeinsam Weihnachtslieder. Die Flüchtlinge erzählten von den Weihnachts- und Glaubensbräuchen in ihren Heimatländern. Eine bedrückende Stimmung entstand, als man sich an die nächtliche Abschiebungen einer achtköpfigen Familie aus Albanien vor einem Jahr erinnerte. Inge Hoch sagte: "Die Probleme seitens der Behörden werden nicht kleiner. Darüber könnte ich ein Buch schreiben."
Zum Schluss bedankten sich die Asylsuchenden mit kleinen Geschenken. Said Mortasar aus Afghanistan trat bei Dankesworten sogar in seiner Heimattracht auf, die er sich per Post hatte zuschicken lassen. Der Bürgermeisters wurde noch zu Weihnachtsfeiern und lukullischen Abenden in die Herbergen der Flüchtlinge eingeladen. Rei.