In der letzten Saison trafen SIG Straßburg und die Brose Baskets in der Euroleague, der europäischen Königsklasse im Basketball, aufeinander - beide Mannschaften gewannen dabei ihre Heimspiele. Heute Abend ab 20.30 Uhr (kostenloser Stream bei sport1.de) stehen sich die beiden Teams in der Rhenus Arena im Eurocup-Gipfeltreffen der Gruppe A gegenüber. Die Elsässer (6:0 Punkte) entschieden die ersten drei Partien für sich und wollen den schärfsten Verfolger aus Bamberg (4:2) auf Distanz halten.
Brose-Trainer Andrea Trinchieri hat Respekt vor der Mannschaft seines Kollegen Vincent Collet, der auch die französische Nationalmannschaft coacht: "Es ist das beste Team, dem wir bisher gegenüberstanden. Es ist eine Mannschaft, die exzellent zusammenspielt. Gut zu spielen, das wird dieses Mal nicht reichen."
Trinchieri ist von der organisierten Spielweise der Straßburger angetan: "Sie haben zwei Akteure, die das Spiel kreieren, Antoine Diot und Louis Campbell. Aber auch Ali Traore am Brett und Matt Howard mit seinen Offensiv-Rebounds sind gefährlich. Und die jungen französischen Spieler Paul Lacombe und Bangaly Fofana sind sehr athletisch. Das wird ein ganz schweres Spiel", weiß Trinchieri und fährt fort: "Wir sind noch nicht auf dem Level wie sie."
Am Montagabend kassierten die Straßburger mit ihren vier ehemaligen Bundesliga-Spielern Campbell (Oldenburg), Howard (Ulm) Traore und Dragicevic (beide Berlin) die erste Saisonniederlage in der französischen LNB. In einer Neuauflage des letztjährigen Finales setzte sich Meister Limoges mit 74:65 in Straßburg durch. Der Ex-Bamberger Jamar Smith steuerte dabei in 18 Minuten 15 Punkte zum Erfolg von Limoges bei.
Der als Ersatz für den Langzeitverletzten Carlon Brown (Knorpelschaden im Knie) geholte Joshua Shipp hat offensichtlich doch eine Zukunft bei den Brose Baskets. "Er ist schon viel besser geworden. Wir müssen genau sehen, wann der richtige Moment ist, ihn ins kalte Wasser zu werfen", äußert sich Trinchieri über den US-Boy, der auf Grund fehlender Fitness vorerst nur eine dreiwöchigen Probevertrag bekam.


Duncan trainiert, Kramer weg

Josh Duncan befindet sich nach seiner Knöchel-Operation seit Montag wieder im Mannschaftstraining. Auf eine Vertragsauflösung haben sich dagegen Dennis Kramer und die Brose Baskets geeinigt. Der 22-Jährige wechselt zur TBB Trier. "Dennis hat um die Auflösung gebeten, da er bei uns keine Perspektive mehr gesehen hat", so Geschäftsführer Rolf Beyer.