Grub am Forst — Auch die Gemeinde Grub am Forst liebäugelt mit einer "Bürgerstiftung vor Ort". Zunächst jedoch informierte Stephan Franke von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, die der Motor der Stiftung ist, den Gemeinderat bei seiner Sitzung über dieses Thema. Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst.
Als Stiftungstreuhänderin tritt die Sparkasse unter dem Dach der DT Deutschen Stiftungstreuhand AG auf. So können auch Kommunen mit 10 000 Euro eine eigene Bürgerstiftung gründen, wobei die Sparkasse hierzu einen Zuschuss von 5000 Euro gewährt. Für diese Stiftung gilt das Kapitalerhaltungsgebot, das bedeutet, dass nur die Erträge und Spenden ausgeschüttet werden dürfen. Beträge bis einschließlich 200 Euro werden als Spenden angenommen. Darüber hinaus gehende Beträge werden als Zustiftung zum Kapital angenommen, wobei der Stifter jederzeit bestimmen kann, welchem Zweck seine Spende zuführen ist.
Auch für ältere Bürger, die etwas Gutes tun möchten und ihren Nachlass regeln wollen, bietet sich als Lösungsmöglichkeit eine Bürgerstiftung an. Die Stiftergemeinschaft der Sparkasse hat bereits die rechtlichen, vertraglichen und steuerlichen Grundlagen geschaffen, wobei die Förderung von gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Zwecken möglich ist, die Gemeinde jedoch auch selbst festlegen kann, wer Empfänger sein soll. Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsrat, der aus fünf Personen besteht und in der Regel vom Bürgermeister als Vorsitzendem geführt wird.
Wie Franke ferner erläuterte, muss sich die Kommune nicht um die Verwaltung der Bürgerstiftung kümmern. "Häufig bekommen Bürgermeister bei Gratulationsbesuchen oder Jubiläen Geldzuwendungen, die der Bürgerstiftung zugeführt werden können. Ebenso könnte eine Geldspende von Firmen und Gewerbetreibenden statt Weihnachtspräsenten eine neue Alternative sein", betonte der Vertreter der Sparkasse. Seine Bitte, "die Stiftung zum Wohle der Bürger zu gründen", war unüberhörbar. Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) sowie die Gemeinderäte zeigten sich einverstanden.
Das Thema passte auch zum nächsten Tagesordnungspunkt, der Ehrung von Blutspendern. "Die Einstellung, dem Nächsten zu helfen, verkümmert in Grub nicht", sagte Bürgermeister Wittmann bei der Auszeichnung der Blutspender. "Ihr zeigt Menschlichkeit", meinte er. Geehrt wurden Brigitte Hochberger, Thomas Fischer, Bernd Cimander für 50-maliges Spenden, Steffi Lang, Ulrich Kieser für 75 Mal sowie Thomas Gahn für 100 Blutspenden.
Michael Hanft ist zum Obmann der Feldgeschworenen und Roland Truckenbrod ist als sein Stellvertreter bei der Versammlung der Feldgeschworenen für die Dauer von sechs Jahren gewählt worden.
Nachdem Kämmerer Michael Heß den Rechenschaftsbericht zum Haushalt 2014 abgegeben und Gemeinderat Helfried Schreiner (CSU) über die örtliche Rechnungsprüfung informiert hatte, wurde die Jahresrechnung 2014 einstimmig festgestellt. dav