Erwartungsfrohe Gesichter empfingen die beiden Wunscherfüller Lucia Taschner und Reiner Balk des Wünschewagens Franken Ende September in Herzogenaurach. Die Geburtsstadt Aurich an der Nordsee war das Ziel einer an Krebs erkrankten Frau.

Zusammen mit Ehemann und Tochter ging es für Christel nach Vorfahren des Wünschewagens auch schon los auf die weite Reise in den Norden. Nach mehrstündiger Fahrt im komfortabel ausgestatteten Wünschewagen gab es im Hotel in Aurich einen kleinen Sektempfang. Beim anschließenden Abendessen stärkten sich die Gäste mit einheimischen Köstlichkeiten und genossen sichtlich die angenehme Atmosphäre.

Das berichtet die Projektleiterin des Wünschewagens, Caterina Hertweck, in einer Pressemitteilung. Der Wünschewagen ist ein Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB).

Nach einem gemütlichen Frühstück ging es am nächsten Tag zur Seehundaufzuchtstation in die Stadt Norden. Mit bewundernswerter Ausdauer saugte Christel förmlich die Eindrücke der Ausstellung auf und erfreute sich an den putzigen Seehunden, die sich direkt vor ihr vergnügten und zur Schau stellten. Vergessen waren die Schmerzen und Sorgen beim Anblick der niedlichen Tiere.

Anschließend ging es weiter nach Norddeich. Bei einem Strandspaziergang gab es ausreichend Gelegenheit, die angenehme Meeresluft zu schnuppern und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Schöne Erinnerungen wurden wieder geweckt und alle genossen die gemeinsame Zeit. Natürlich durfte eine kleine Stärkung mit Backfisch und Hering nicht fehlen.

Herzenswunsch erfüllt

Zurück in Aurich, schloss sich ein ausgedehnter Spaziergang durch die Stadt an. Zahlreiche alte Gebäude und Sehenswürdigkeiten erinnerten an lange zurückliegende Zeiten. Nach einem Abendessen im Hotel klang der Abend in gemütlicher Runde aus und die vielen Eindrücke des Tages sorgten für ausreichend Gesprächsstoff. Bewundernswert war auch hier die Ausdauer des Wunschfahrgastes. Mit treffenden Kommentaren und ihrem trockenen Humor brachte Christel die Runde immer wieder zum Lachen.

Leider stand am nächsten Morgen schon die Rückreise an. Doch bevor sich die Gruppe mit dem Wünschewagen auf den Weg machte, gab es noch einen Abstecher nach Greetsiel und zum bekannten Pilsumer Leuchtturm. Zahlreiche Erinnerungen wurden auch hier geweckt.

Am späten Abend war der Landkreis Erlangen-Höchstadt wieder erreicht. Erschöpft, zufrieden und doch stolz, das anspruchsvolle Programm und die weite Reise gemeistert zu haben, verabschiedete sich Christel mit ihren Lieben von den beiden Wunscherfüllern - Ein Herzenswunsch war in Erfüllung gegangen. Ein kleiner plüschiger Seehund Namens Bobby begleitet Christel nun als Andenken an den Norden. Bobby schläft sogar bei ihr im Bett. red