Eine unendliche und bis heute sich fortsetzende Geschichte ist der DSL-Ausbau in Kleinsendelbach. Gemeinderat Michael Kellner (Dgem) forderte Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWG) jetzt demonstrativ zu einer Klarstellung auf, warum die Firma Inexio den Ausbau immer wieder verzögert und nicht fertig gestellt. "Wir und damit ist auch die Verwaltung gemeint, sind für die Versäumnisse nicht verantwortlich", betonte Bürgermeisterin Werner. Wie Geschäftsstellenleiter Bernhard Weber den Beschwerdeführern schon mehrfach erklärt habe, wurde das Förderverfahren laut Werner von Fachberatern begleitet, von der Bundesnetzagentur und Landesbreitbandinitiative geprüft und von der Regierung von Oberfranken genehmigt. Fakt sei, dass die Anlage von Inexio nicht fehlerlos funktioniere. An was dies genau liege, könne die Verwaltung nicht beurteilen.


"Mangelhafte Versorgung"

Aus Gesprächen mit der Regierung von Oberfranken und dem Landesamt für Digitalisierung Breitband und Vermessung habe sie, Werner, den Rat mitgenommen, ein neues Förderverfahren anzustreben. "Wenn Inexio die mangelhafte Versorgung für die betroffenen Haushalte nicht behebt, muss die Gemeinde das Unternehmen wegen Minderleistung verklagen", forderte Gemeinderätin Hildegund Fischer (Dgem).
Die Verwaltung hält diesen Weg dagegen nicht für gangbar: Der Ausbaumaßnahme dürfte wohl schon beendet sein, bevor die erste Hauptverhandlung überhaupt angesetzt wäre. Bis dahin wäre nichts gewonnen, erklärte Bernhard Weber. Die Verzögerungen seien vor allem auf die derzeit große Auslastung von Tiefbauunternehmen sowie die vollen Auftragsbücher von Inexio zurückzuführen.