So muss Posaunenblasen klingen: Unter den 20 000 Bläsern in Dresden befanden sich auch Vertreter aus dem Landkreis Haßberge, speziell dem evangelischen Dekanat Rügheim. Die waren mit Bezirkschorleiter Jürgen Koch in die Elbe-Stadt gefahren, um dort beim Bundesposaunentag vertreten zu sein.
30 Bläser und dazu gut 15 Begleitpersonen hatten sich auf den Weg gemacht. Die meisten waren mit Jürgen Koch in einem Quartier in Wehlen, etwas außerhalb von Dresden, untergebracht. Sie erlebten Gänsehaut-Gefühl schon bei der Eröffnung , als jeweils 8000 Bläser gleichzeitig auf dem Altmarkt und dem Neumarkt in Aktion traten. Tagsüber gab es Veranstaltungen und Konzerte, am Abend sorgte eine wunderbare Serenade mit knapp 20 000 Bläsern in den Elbauen und mehreren 10 000 Zuhörern auf den Elbbrücken und Elbterrassen für ein unvergessliches Erlebnis.
Auch ein Morgenblasen an 100 Plätzen in der Stadt gleichzeitig ließ Dresden zu einem herrlichen Ort werden. Beim Abschlussgottesdienst am Sonntag mit Margot Kaeßmann waren wiederum nahezu 20 000 Bläser beteiligt. Der Klangkörper und die Stimmung im Dresdner Fußballstadion waren auch hier einzigartig und wohl so schnell nicht zu toppen.
Dabei hatten die Bläser aus ganz Deutschland und noch darüber hinaus direkt Strapazen auf sich genommen, um eine solche Veranstaltung möglich zu machen. Schwere Instrumente wie Tuben, Tenorhörner oder Posaunen schleppten die Musiker mitsamt dem Notenmaterial und Ständer kilometerweit durch die Stadt, um an den verschiedenen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Kosten für Anfahrt und Unterbringung trugen die Bläser selbst.
Die Akteure aus dem Landkreis Haßberge unternahmen jenseits des Posaunentages einige Ausflüge; interessant waren einige Veranstaltungen des Posaunentags, der unter dem Thema "Luft nach oben" gestanden hatte. Auch an dem morgendlichen und abendlichen Blasen vor dem Quartier direkt in den Elbauen beteiligten sich die Franken. Aus den umliegenden Orten kamen immer wieder Zuhörer vorbei und bedankten sich für die wundervoll klingende Musik, die die Bläser aus dem Kreis Haßberge anstimmten.