Bei der FT-Sommertour stand auch Bürgermeister Michael Karmann (CSU/ ZWdG) im Interview Rede und Antwort.

Wie geht es einem, wenn man in die Fußstapfen eines Bürgermeisters tritt, der seine Handschrift klar in drei Perioden hinterlassen hat?
Michael Karmann: Hans Kalb hat ein tollen Job gemacht, er hat vieles bewirkt, aber ich denke, wenn man ihn klonen würde, dann wäre es der falsche Weg. Jeder, der einer verdienten Person nachfolgt, muss seinen eigenen Weg finden. Und ich bin der Meinung, ich finde meinen Weg. Meine Leute haben mich gewählt, so wie ich bin, und jetzt müssen sie auch mit mir auskommen. Wir haben einen tollen Gemeinderat und entwickeln die Gemeinde fort. Auch in der neuen Periode haben wir schon vieles bewirkt.

Der sehnlichst erwartete neue Rathausbau wird nun in der Ära Karman realisiert. Inwiefern wird er ihre Handschrift tragen?
Er ist ja nicht ganz mein erstes Projekt. Das ist das benachbarte Senioren- und Gesundheitszentrum, das Ende dieses Jahres der Bestimmung übergeben wird. Im Erdgeschoss wird ein Milon-Kraftzirkel entstehen, bei dem man in einer halben Stunde sämtliche Muskelpartien einmal durchbewegen kann. Massage wäre dann ein Stockwerk drüber, und in den zwei oberen Geschossen sind sechs barrierefreie Wohneinheiten, die wir verkaufen bzw. verkauft haben und die die Dienstleistungen des Seniorenheimes in Anspruch nehmen können.
Jetzt kommen wir zum Rathaus: Es wird gegenüber vom jetzigen Rathaus entstehen, da wo früher die alte Schule gestanden hat, ein repräsentativer Bau der Mitte der 70er-Jahre abgerissen wurde. Ich werde mir da jetzt kein Denkmal setzen. Wir haben in demokratischer Art und Weise und unter Einbeziehung der Bürger entschieden. Dabei ist jetzt ein tolles fränkische Rathaus rausgekommen, das wir Anfang des nächsten Jahres in Angriff nehmen und Ende 2018 beziehen wollen.

Einstöckig, zweistöckig? Flachdach, Satteldach, Walmdach?
Keller, Erdgeschoss, erster Stock und im OG haben wir dann den Sitzungssaal. Die Dachneigung beträgt 45 Grad, und es gibt keinen Dachüberstand, weil das ganz fränkisch ist. Schöne große Gauben sollen das Gebäude dann auch repräsentativ hervorheben.

Anderes Thema: Buttenheim hat viel zu bieten, wegen seiner Beliebtheit aber auch ein gewisses Problem, neues Wohnland auszuweisen. Kommen Sie da voran?
Das ist natürlich ein Punkt der in der Ortschaft durchaus kontrovers diskutiert wurde in den vergangenen beiden Jahren. Ich denke, wir sind auch da sehr demokratisch im Gremium damit umgegangen. Wir haben externe Gutachter gesucht, die eigene und auch neue Vorschläge unterbreitet haben, wie man Buttenheim entwickeln kann. Im Rahmen eines Flächen-Ressourcenmanagements hat sich herausgestellt, dass wir im Vergleich mit Altendorf, Eggolsheim und Hallendorf den größten Bedarf an Bauland nachweisen können. Es laufen nun Gespräche, und wir werden noch in Kürze das eine oder andere kleinere Gebiet ausweisen.

Die Fragen stellte Anette Schreiber