Bürgermeister Harald Hübner (CSU) musste in der Gemeinderatssitzung am Montagabend in der Turnhalle bekanntgegeben, dass der Antrag der Gemeinde Neudrossenfeld auf Gelder aus dem Förderpool für kommunale Sportstätten nicht berücksichtigt worden sei. Für die gemeindliche Sportanlage am Weinberg war ein Kostenvolumen von 2,8 Millionen Euro angemeldet worden. Hübner war der Meinung, dass das Förderprogramm hoffnungslos überzeichnet sei.

Nur redaktioneller Art waren die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung für die Wasserversorgung und der Neuerlass einer Satzung für die Hundesteuer. In beiden Fällen gab es laut Bürgermeister Harald Hübner (CSU) keine Gebührenerhöhung. Das Verhalten der Hundehalter bezeichnete er als vernünftig, dabei sei ihnen die Gemeinde mit dem Aufstellen entsprechender Behälter aber auch entgegengekommen. Björn Sommerer (FuG) regte an, weitere Behälter im Gemeindebereich aufzustellen.

Der Bauleitplanung für weitere Wohnbauflächen steht im Gemeinderat ganz oben auf der Agenda. So wurde die Aufstellung des Bebauungsplans "Am Wald II" beschlossen - samt Änderung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren. Hübner teilte dazu mit, dass mit den Grundstückseigentümern nunmehr Einvernehmen erzielt werden konnte. Ausgehend vom Baugebiet "Am Wald I" sollen die Wohnbauflächen in östlicher Richtung erweitert werden. Der Geltungsbereich umfasst nicht weniger als 14 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 4,5 Hektar

21 Wohneinheiten

Zur Frage von Jochen Bergmann (FW) nach der Eingrünung verwies der Bürgermeister auf den Grünordnungsplan, der Bestandteil des Bauleitverfahrens ist.

Gebilligt wurde die Änderung des Bebauungsplans "An den Rotmainauen". Hier sollen 21 Wohneinheiten in drei Bauabschnitten entstehen. Die Wohnungen sind zwischen 60 und 120 Quadratmeter groß. Wie Harald Hübner berichtete, seien in der Planung 27 Stellplätze vorgesehen. Der Bauausschuss habe sich allerdings dafür ausgesprochen, je Wohneinheit zwei Stellplätze zu berück-sichtigen. Für den Ortsteil Schwingen wurde eine Einbeziehungssatzung auf den Weg gebracht. Ein Bauinteressent will dort auf einem 1500 Quadratmeter großen Grundstück einen Bungalow errichten. "Grünes Licht" gab es auch für eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Doppelhauses in Oberzinkenflur. Franz Klatt (SPD) sah hier ähnlich wie Georg Waldmann (FW) eine Splittersiedlung, beide stimmten deshalb der Bauvoranfrage nicht zu.

Kenntnis nahm der Gemeinderat vom Ergebnis der Jahresrechnung für das Jahr 2020. Die Rücklagen betrugen zum 31. Dezember 3,2 Millionen Euro. Nachträglich genehmigt wurden die außerplanmäßigen Ausgaben für die Anschaffung der Möbel für die Kinderkrippe in Höhe von 28 008 Euro und die Baugrunduntersuchung für den Krippenneubau mit 1785 Euro.

Die Gemeinde Neudrossenfeld wird sich auch für die Lieferjahre 2023 bis 2025 an der Bündelausschreibung zur kommunalen Strombeschaffung über die Firma Kubus beteiligen.

Seit kurzem können in der Gemeinde Neudrossenfeld Dienstleistungen auf elektronischem Weg in Anspruch genommen werden. Björn Sommerer hätte sich gewünscht, dass alle Fraktionen zur gleichen Zeit davon unterrichtet worden wären.

Michaela Schirmer (SPD) erkundigte sich nach dem Stand des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Isek). Hier sind nach den Worten von Bürgermeister Hübner bislang 158 Stellungnahmen bei der Gemeinde eingegangen. Coronabedingt habe bislang keine Bürgerversammlung stattfinden können. "Es ist schade, aber wir freuen uns darauf, dass es bald möglich ist, mit den Bürgern über ihre Vorschläge und Ideen zu diskutieren", sagte er.

Marion Weidner (CSU) bat darum, das Buswartehäuschen in Altdrossenfeld wieder mit etwas Farbe zu verschönern. Zur Frage von Georg Waldmann, wann die Gemeinde das Projekt "Rettet die Bienen" umsetzen wolle, ließ Verwaltungsleiter Christopher Schröder wissen, dass der Bauhof bereits angefangen habe.

Rainer Schimpf verstorben

Zu Beginn der Sitzung musste Bürgermeister Harald Hübner einer traurigen Pflicht nachkommen. Er informierte das Gremium darüber, dass der frühere Verwaltungsleiter Rainer Schimpf am Sonntag im Alter von 66 Jahren plötzlich verstorben ist. Hübner würdigte die großen Verdienste des Verstorbenen um die Entwicklung der Gemeinde Neudrossenfeld in den vergangenen 41 Jahren, auch im Abwasserzweckverband Rotmaintal.