Am Ende seines Jubiläumsjahrs hatte der TSV Harsdorf zu einem Kabarettabend in den Saal "Zur Tanne" eingeladen. Zu Gast war der Bamberger Kabarettist Mäc Härder mit seinem aktuellen Programm "Wir haben nicht gegoogelt, wir haben überlegt!"

"Was der Arzt ist für die Kranken, ist Mäc Härder für die Franken", heißt es über den Künstler, der Kabarett und Comedy mit Artistik zu einer genialen Mischung verbindet.

TSV-Vorsitzender Manfred Zapf freute sich über den guten Besuch und die prächtige Stimmung im Saal.

Auf allen Kanälen

Mäc Härder liebt es wie kein Zweiter, sein Publikum immer wieder in seine Nummern einzubeziehen. Das war auch in der "Tanne" nicht anders. Nachdem Bürgermeister Günther Hübner wie gewohnt in der ersten Reihe Platz genommen hatte, hatte der Kabarettist natürlich gleich ein Opfer gefunden, das wiederholt "dran glauben" musste.

Härder war auf allen Ebenen und Kanälen unterwegs, ob im Internet, per Handy oder iPhone. Da drängte sich unwillkürlich seine Frage auf: "Ja kennen denn die jungen Leute von heute überhaupt noch eine Telefonzelle?"

Der König der Franken

Der Kabarettist griff den bedauernswerten Zustand der SPD auf, setzte sich mit den Problemen der katholischen Kirche auseinander und hatte auch seine eigene Antworten zur Schwulenehe: "Ja, warum sollen die nicht heiraten? Die sollen es auch nicht besser haben als wir!"

Weiter beschäftigte sich der selbst ernannte Franken-König mit den Machthabern Trump, Putin und Erdogan. Dass der US-Präsident Grönland kaufen wollte, ist auch Mäc Härder nicht verborgen geblieben, aber er hatte einen anderen Vorschlag: "Hätte er doch lieber Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt gekauft."

Die großen Erfinder

Weiter sprach Härder von den großen Erfindern aus Franken, wie Peter Henlein, dem Erfinder der Taschenuhr. Nach ihm wurde sogar ein ICE benannt. Mäc Härder dazu: "Wenn er das wüsste, wo doch die ICEs ständig zu spät kommen."

Auch der Generationenvertrag war ein Thema, dabei interessierte vor allem die Frage, wie der Tochter der Generationenvertrag erklärt wird: "Also, ich zahle für Oma und du für mich!" Und die Antwort der Tochter ließ nicht lange auf sich warten: "Na, da richte dich mal nicht auf allzu viel Luxus ein."

Das Verb "To brexit" bedeutet, sich verabschieden ohne zu gehen.

Es komme immer wieder zu Streitereien zwischen Männern und Frauen, wenn es um das Frühstück am Bett geht. Hier hatte eine Frau kurzerhand einen adäquaten Vorschlag: "Wenn du das Frühstück an das Bett haben willst, dann schlaf doch in der Küche."