Dieses Jahr ist alles anders. Die Covid-19-Pandemie hat zu erheblichen Auswirkungen auf die Hospizarbeit geführt - auch für den Hospizverein Höchstadt und Umgebung. So war eine Betreuung von betroffenen Menschen mit unheilbaren Erkrankungen weder zu Hause noch als Besuchsdienst auf der Palliativeinheit im Kreiskrankenhaus in Höchstadt oder in den Seniorenheimen möglich. Mit positivem Blick auf die Zukunft wurden jedoch inzwischen die Betreuungen durch die ehrenamtlichen Hospizbegleiter auf der Palliativeinheit "Lichtblick" wieder aufgenommen. Die Vorbereitungen für die erneuten häuslichen Besuche laufen. Lediglich die Seniorenheime dürfen noch nicht besucht werden.

Auch die Mitgliederversammlung des Vereins mit zudem anstehenden Neuwahlen des Vorstandes konnte nun endlich durchgeführt werden. So gab Anita Wedel, die Vorsitzende des Vereins, einen Überblick über die 2019 geleisteten Aktivitäten. Insgesamt 2027 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit wurden von den Hospizbegleitern und dem Vorstand geleistet, 72 Patienten begleitet. Zahlreiche Beratungen insbesondere zur Patientenverfügung wurden durchgeführt.

Fortbildung und Vorträge

So zählten zu den Aktivitäten des Vereins auch regelmäßige Treffen und Fortbildungen einschließlich Supervisionen für die aktiven Hospizbegleiter, Erfahrungsaustausch in lokalen und überregionalen Netzwerken sowie die Öffentlichkeitsarbeit mit Vorträgen in der Region zu hospizlichen Themen und Patientenverfügung, eine Theateraufführung anlässlich des Welt-Hospiztages mit dem Stück "Sie werden lachen, es geht um den Tod" mit 200 Besuchern, Teilnahme an Aktivitäten des Landkreises und am Ostermarkt in Höchstadt und auch der jährliche Gedenkgottesdienst für die betreuten Verstorbenen gemeinsam mit dem Team der Palliativeinheit "Lichtblick".

In dem Netzwerk für hospizliche und palliative Versorgung in Stadt- und Landkreis wurde eine Informationsbroschüre erstellt zu den lokalen Versorgungsmöglichkeiten. Und ein Ausbildungskurs zum Hospizbegleiter konnte zudem nach Unterbrechung durch die Pandemie wieder fortgesetzt werden.

Anschließend gab der Zweite Vorsitzende Hans-Joachim Laugwitz den Mitgliedern einen Überblick über die Auswirkungen und Maßnahmen der Pandemie auf die Tätigkeit der Betreuungen.

Die Finanzbeauftragte Michaela Wedel stellte den Finanzbericht vor mit besonderem Dank an die Sponsoren. Denn die Einnahmen durch Spenden lagen über denen der Mitgliedsbeiträge bei nun inzwischen 107 Vereinsmitgliedern.

Nach der einstimmigen Entlastung wurden alle Vorstandsmitglieder ebenfalls einstimmig wiedergewählt. Ein besonderer Dank ging an die Finanzrevisoren Ute Salzner und Günter Schulz, die seit der Vereinsgründung aktiv sind, und an Moni Reil, die langjährig den Verein auch als Beirätin aktiv unterstützt hat und aus beruflichen Gründen den Ort wechselt. red