"Das Ziel interkommunaler Kooperationen besteht immer darin, Verwaltungsdienstleistungen bei mindestens gleicher Qualität kostengünstiger anzubieten. Dass es hierzu ganz unterschiedliche Wege gibt, zeigen die Beispiele aus Bayern, Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland", warb Walter Brosig bei der Sitzung des Weisendorfer Gemeinderats in der Mehrzweckhalle für das Unternehmen "KommunalBIT" und stellte dessen Dienstleistung vor. Brosig ist Geschäftsleiter des kommunalen Betriebes für Informationstechnik (KommunalBIT) mit Sitz in Fürth, des zentralen Dienstleisters für IT und Telekommunikation für die Städte Erlangen, Fürth, Schwabach und der Mitglieder des Zweckverbands Informationstechnik Franken (ZV IT Franken). Wie Brosig betonte, besteht bei dem Unternehmen als Anstalt des öffentlichen Rechts keine Gewinnerzielungsabsicht .

Wie Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein ( CSU ) erläuterte, unterstützt der ZV IT Franken den Markt Weisendorf bereits seit 1. Januar 2019 in Fragen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit . "Die Digitalisierung muss in unserer Schule ebenfalls noch vorangebracht werden und kann mit der KommunalBIT als Partner umgesetzt werden. Durch die Zusammenarbeit mit der KommunalBIT kann unsere Schule von den Erfahrungswerten der anderen betreuten Schulen und den dort eingesetzten Konzepten bei der Nutzung digitaler Medien profitieren", erklärte Hertlein.

Anbindung ans Homeoffice

Zum Angebot von KommunalBIT zählen zum Beispiel der Betrieb aller Netzwerke und die Betreuung von 3000 PC-Arbeitsplätzen in den Verwaltungen sowie in Erlangen zusätzlich die IT-Ausstattung der Schulen mit 2500 PCs . Der Service umfasst auf Wunsch den kompletten Lebenszyklus von der Konzeption, der Planung und dem täglichen Betrieb bis zur Neuausrichtung komplexer Systeme und Verfahren für die Verwaltung. Aber auch die Anbindung und Betreuung von Außenstellen, entfernten Standorten und Heimarbeitsplätzen mit der gesamten Telefonie sowie Schulungen, Beratungen und Dienstleistungen zu Datenschutz , IT-Sicherheit und anderen IT-Themen gehören zum Angebot.

Unterstützung für Schulen

Von der Beratung, Planung, Auswahl bis hin zum laufenden Betrieb im pädagogischen oder Verwaltungsbereich werden auch Schulen unterstützt. "Die Anforderungen an IT-Verfahren, Vernetzung, elektronische Kommunikation sowie die Fragen des Datenschutzes und der Informationssicherheit werden immer komplexer", erklärte Brosig. Denn auch die Vorgaben von EU , Bund und Land nähmen zu und würden immer unübersichtlicher. All dies stelle die Verwaltungen - insbesondere von kleineren Organisationen - vor ungemeine Herausforderungen, die ohne Unterstützung kaum zu bewältigen seien. Die Antwort darauf sei die kommunale Zusammenarbeit in Form eines IT-Zweckverbandes.