Nach langer coronabedingter Auszeit konnte jetzt endlich wieder ein öffentliches Konzert der Musikschule Hemhofen stattfinden, das Gemeinschaftskonzert mit der Hochschule für Musik Nürnberg . Die Zuhörer in der voll besetzten Mehrfachturnhalle zeigten sich erfreut, dass endlich wieder eine kulturelle Veranstaltung in Hemhofen stattfinden konnte.

In der ersten Hälfte des Konzertes durften sie einem abwechslungsreichen Programm der Musikschüler lauschen. Vom Juniororchester unter der Leitung von Leonhard Meisinger über das Jugendblasorchester bis hin zur Rockband, die zusammen mit ihrem Lehrer Stefan Distler weltbekannte Songs von Adele bis Abba zum Besten gaben. Es war für jeden Geschmack etwas dabei.

Joshua Mennecke am Klavier und Julian Heinrich an der Klarinette stellten sich dem Publikum solistisch vor und überzeugten mit ihrem musikalischen Geschick. Sarah Szarek führte als Musikschulleiterin durchs Programm. Auch ihr war anzumerken, wie sehr sie sich mit dem Kollegium nach so einem Event gesehnt hatte.

Ukrainische Hymne erklang

Zusammen mit ihrer Kollegin Anna Maiershofer stand Szarek auch selbst auf der Bühne, um das Querflötenensemble, das extra für diesen Auftritt zusammengestellt worden war, anzuleiten. Besonders ergreifend war der Moment, als sich alle Musiker zu einem Gemeinschaftschor auf und neben der Bühne versammelten, um geschlossen die ukrainische Nationalhymne zu spielen – was bei den Zuhörern für einen Gänsehautmoment und Stille im Saal sorgte.

Die knapp 250 Zuhörer, darunter Ehrengäste, Eltern und Großeltern, genossen das Konzert und bedankten sich bei allen Mitwirkenden mit viel Applaus.

Nach der Pause wurden die Zuhörer zu einem Ohrenschmaus eingeladen. Professor Christoph Braun, Dozent für Trompete an der Hochschule für Musik , war mit fünf Studenten aus dem Blechbläserbereich angereist, um Hemhofen ein einmaliges Konzerterlebnis auf höchstem Niveau zu bieten.

Trompeten, Horn, Posaune und Tuba spielten mit viel Leidenschaft ein bunt gemischtes Programm von Renaissance-Tänzen, über Filmmelodien bis hin zur Polka. Mit dem Auftritt der Tuba als Soloinstrument hatte wohl keiner gerechnet: der junge Student Christian Freimuth ließ die Finger rundgehen und überzeugte die Zuhörer mit dem „Tubamuckl“, eigentlich bekannt als Stück für die Klarinette, von seinem Können. red