Schaeffler setzt auf Robotik: neue Partner in Vietnam und der Schweiz

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Arnaud Robert (links), Präsident von Hexagon Robotics, und Jochen Schröder, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG, besiegelten die Technologiepartnerschaft auf der Hannover Messe.
Arnaud Robert (links), Präsident von Hexagon Robotics, und Jochen Schröder, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG, besiegelten die Technologiepartnerschaft auf der Hannover Messe.
Schaeffler

Die Motion Technology Company Schaeffler hat eine strategische Technologiepartnerschaft im Bereich humanoide Robotik mit dem Schweizer Unternehmen Hexagon Robotics vereinbart. Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Entwicklung und Lieferung hochpräziser Wellgetriebe- und Planetenradaktoren aus der Aktoren-Plattform von Schaeffler .

Damit bringt das Unternehmen seine Kernkompetenz in der Antriebstechnologie gezielt in die Entwicklung humanoider Robotersysteme ein, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Darüber hinaus plant Schaeffler , in den kommenden sieben Jahren ungefähr eintausend humanoide Roboter von Hexagon Robotics in seinem globalen Produktionsnetzwerk einzusetzen.

Automatisierung

Ziel ist es, Produktionsprozesse schrittweise weiter zu automatisieren, die Effizienz in der Fertigung zu steigern und den Einsatz humanoider Robotik im industriellen Umfeld systematisch zu skalieren.

Jochen Schröder, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG , sagt: „Unsere innovative Aktoren-Plattform ist das technologische Rückgrat für die nächste Generation der humanoiden Robotik. Wir schaffen damit die Basis, um die Robotik massenfähig zu machen."

Arnaud Robert, Präsident von Hexagon Robotics, sagt: „Wir haben einen humanoiden Roboter speziell für den industriellen Markt entwickelt. Wir freuen uns sehr, dass unser Humanoid Aeon nun in die reale Produktion übergeht.“

Im Fokus der Partnerschaft mit Hexagon Robotics steht die Entwicklung und Lieferung von rotativen Aktoren, die in zentralen Gelenken von Humanoiden, etwa in Schultern und Ellbogen, zum Einsatz kommen. Die Aktoren-Plattform von Schaeffler umfasst hocheffiziente Elektromotoren mit integrierter Leistungselektronik sowie präzise Encoder und wird je nach Anforderung mit zweistufigen Planeten- oder Wellgetrieben ausgelegt. So entsteht eine flexible und leistungsstarke Basis für die humanoide Robotik, die alle Anforderungen erfüllt.

Weiter hat Schaeffler mit Vin-Dynamics, einem Unternehmen der vietnamesischen Vingroup, eine strategische Partnerschaft im Bereich der humanoiden Robotik vereinbart. Im Fokus steht die Entwicklung und Lieferung von Planetenradgetrieben. Diese sind zentrale Komponenten von Aktoren, die als „Muskeln“ und „Gelenke“ fungieren und die Bewegung von Humanoiden erst ermöglichen.

Daten werden erfasst

Darüber hinaus erfassen beide Unternehmen gemeinsam roboter- und anwendungsbezogene Daten. Diese Daten sollen dazu beitragen, Aufbau und Leistungsfähigkeit der Aktoren weiter zu verbessern und die Grundlage für künftige Services wie die vorausschauende Instandhaltung zu schaffen.

Mit der Partnerschaft geht Schaeffler erstmals eine Kooperation mit einem Humanoid-Hersteller im Raum Asien/Pazifik ein. Damit ergänzt das Unternehmen seine bestehenden Partnerschaften mit führenden Herstellern in Europa, China und den USA und baut seine globale Position im humanoiden Ökosystem weiter aus.

Maximilian Fiedler, Regional CEO Asien/Pazifik der Schaeffler AG , sagt: „Mit zukunftsweisenden Technologien machen wir die Innovationskraft bei Schaeffler greifbar. Vin-Dynamics ist ein inspirierender Technologiepartner mit einer klar definierten und ehrgeizigen Vision für die Robotik.“

Mit Visionen

La Manh Hung, Präsident von Vin-Dynamics, sagt: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Schaeffler , einem der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Antriebstechnik und Bewegungstechnologie, das sich durch Innovation und technische Exzellenz auszeichnet.“

Die Partnerschaft stehe nicht nur für die Bündelung technologischer Kompetenzen, sondern auch für eine strategische Übereinstimmung der Visionen. Beide Unternehmen wollten die Zukunft der humanoiden Robotik mitgestalten.

„Wir sind überzeugt, dass diese Zusammenarbeit durch die Bündelung unserer jeweiligen Stärken Chancen eröffnen und den Übergang humanoider Roboter von der Forschung zu praxistauglichen Anwendungen beschleunigen wird.“ red