Nach einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni durch das erstmalige Erscheinen ukrainischer Flüchtlinge in der Statistik hat sich die Lage aktuell beruhigt. Dies teilt die Agentur für Arbeit Fürth mit.

So sind im Landkreis Erlangen-Höchstadt derzeit 2030 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 15 Personen oder 0,7 Prozent mehr als im Vormonat und 155 oder 8,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 2,6 Prozent seit Juni unverändert und liegt damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.

Die Personalnachfrage ist seit Juni stark eingebremst. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 120 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 59 Angebote oder 33 Prozent weniger als einen Monat zuvor und 133 oder 52,6 Prozent weniger als im Juli letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 1356 Vakanzen gemeldet. Das sind 201 Ausschreibungen oder 17,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Bestand umfasst derzeit 1004 offene Stellen. Das sind 30 Angebote oder 2,9 Prozent weniger als im Vormonat, aber 209 oder 26,3 Prozent mehr als im letztjährigen Juli.

Zur Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2477 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,2 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent, Vorjahresmonat 2,9 Prozent).

Stadt Erlangen

In der Stadt Erlangen sind derzeit 2313 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 97 Personen oder 4,4 Prozent mehr als im Vormonat, aber 342 oder 12,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gestiegen und liegt damit um 0,6 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat.

Personalnachfrage zieht an

Nach einer deutlichen Bremsspur im Mai und verhaltenen Stellenmeldungen im Juni hat die Personalnachfrage stark angezogen. So haben die Arbeitgeber im Juli 601 offene Stellen gemeldet. Das sind 108 Angebote oder 21,9 Prozent mehr als einen Monat zuvor und 203 oder 51 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 3710 Vakanzen gemeldet. Das sind 1353 Ausschreibungen oder 57,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Bestand umfasst derzeit 1900 offene Arbeitsstellen. Das sind 146 Angebote oder 8,3 Prozent mehr als vor einem Monat und 601 oder 46,3 Prozent mehr als im Juli letzten Jahres. Im Berichtsmonat sind 2881 Personen unterbeschäftigt. red