Der zwölfte und somit letzte Bergtag zeigte sich wettertechnisch bei angenehmen 23 Grad von seiner besten Seite. Die Bierkeller waren mit rund 70 Prozent ausgelastet. Gegen 22 Uhr gerieten auf einem Keller zwei Personengruppen aneinander. Ein 24-Jähriger wurde dabei von vier Männern geschlagen. Der Geschädigte wurde an der Lippe verletzt. Zwei Schläger flüchteten, zwei der Angreifer wurden gestellt. Die Tatverdächtigen hatten jeweils 1,1 Promille intus.

Über 60 Körperverletzungen

Nach zwölf Tagen Erlanger „Berchkerwa“ zieht die Polizei Bilanz. Demnach ging sowohl die Anzahl der registrierten Straftaten als auch die Anzahl der polizeilichen Einsätze im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren deutlich zurück. Dennoch mussten die Einsatzkräfte mehr als 60 Körperverletzungsdelikte abarbeiten, darunter auch vier Vorfälle, bei denen die Tatverdächtigen mit einem Maßkrug auf ihr Gegenüber einschlugen.

Auffällig war die Tatsache, dass deutlich weniger stark alkoholisierte Personen anzutreffen waren. Waren es während der letzten Bergkirchweih 2019 noch zehn tätliche Angriffe auf Einsatzkräfte der Polizei , kam es im Verlauf der diesjährigen Bergkirchweih nur zu zwei solchen Delikten. Dabei wurde ein Beamter leicht verletzt.

56 Alkohol- und Drogenfahrten

Während des Festbetriebes wurden der Polizei auch elf Sexualdelikte mitgeteilt. In den meisten Fällen kam es zu unsittlichen Berührungen, aber auch zwei Vergewaltigungsdelikte mussten registriert werden.

Bislang wurden 14 Taschen- beziehungsweise Handtaschendiebstähle zur Anzeige gebracht. Im Verlauf der Bergkirchweih 2019 lag diese Anzahl mit 26 Delikten noch fast doppelt so hoch.

Bedauerlicherweise nahmen einige Verkehrsteilnehmer trotz zum Teil erheblicher Alkoholisierung oder nach Drogenkonsum am Straßenverkehr teil. Die Polizei registrierte 56 Alkohol- und Drogenfahrten. In fünf dieser Fälle kam es zum Verkehrsunfall.

Von den registrierten 259 Anzeigentatbeständen trugen sich 80 auf dem Veranstaltungsgelände am Burgberg zu. Die übrigen Vorfälle ereigneten sih zum größten Teil in der Erlanger Innenstadt, zum Teil auch am Bürgermeistersteg. red/pol