Für Bürgermeister Gerd Dallner war es „das perfekte Timing“. Beim traditionellen „Blaulichtfest“ konnte er dem ersten Mann der Steppacher Feuerwehr die Glückwünsche der Gemeinde Pommersfelden überbringen. Der Steppacher Kommandant und Kreisbrandmeister Jörg Raber war mit Wirkung zum 1. Juli zum neuen Kreisbrandinspektor berufen worden.

Dass der Bürgermeister dazu „ein hartes Brot“ (Gebildbrot) und „Löschwasser“ mitbrachte, hatte rein symbolischen Charakter. Denn der Steppacher kann in dem neuen Amt auf seine Kompetenz und langjährige Erfahrung zurückgreifen.

Was damit auf ihn zukommt, erläuterte der neue Kreisbrandinspektor des Landkreises Bamberg: „Was ich jetzt mache, geht über die Grenzen der Gemeinde hinaus.“ Künftig sei er mit Fach- und Sonderaufgaben im gesamten Landkreis Bamberg betraut. In seine Zuständigkeit gehöre unter anderem das Atemschutzzentrum in Strullendorf.

Vor dreißig Jahren erbaut, sei es für die stark gewachsenen Anforderungen nicht mehr ausreichend. Ein Neubau samt Außen-Übungsgelände sei dringend notwendig. Der Landkreis sei bereits seit längerer Zeit mit der Planung befasst. Nicht nur im Hinblick auf die Ausbildung der Feuerwehren habe sich in drei Jahrzehnten viel verändert. Es gebe heute auch zahlenmäßig viel mehr Atemschutz-Feuerwehren als in den Anfangsjahren des Zentrums, so Raber.

Im gesamten Landkreis gebe es einen Kreisbrandrat – Thomas Renner, der Bernhard Ziegmann nachfolgte - und fünf Kreisbrandinspektoren. Bei seiner neuen Aufgabe handle es sich um eine Stabsstelle, so Raber. Das bedeute, dass er fachlich für alle Teile des Landkreises zuständig und auch Stellvertreter des Kreisbrandrats sei.

Er werde sich künftig dem Aufbau von EDV und Öffentlichkeitsarbeit, Digitalfunk, Atemschutz und Ausbildung sowie dem Katastrophenschutz widmen. Gerade die jüngere Vergangenheit habe gezeigt, dass dem Katastrophenschutz immer größere Bedeutung zukomme.

Das bislang an verschiedenen Orten gelagerte Material müsse zusammengeführt und zentral gelagert werden.

Da er nicht einzelnen Wehren zugeordnet sei, könne er auch weiterhin Einsätze fahren und sein Amt als Kommandant der Feuerwehr Steppach ausüben, sagte Raber.