"Gesundheit für Körper und Geist" steht als Leitmotiv über der im Engelgarten geplanten Kneippanlage. Die Anregung dazu kam von der Höchstadter Kneipp-Expertin Sabine Haupt (siehe obigen Artikel). Sie freut sich riesig darüber, dass die Stadt ihre Idee aufgenommen hat. Wie aus dem Rathaus zu hören, ist die Umsetzung wohl in trockenen Tüchern.

Beim Seniorenparcours im Engelgarten soll die Anlage realisiert werden. Das von Landschaftsplanerin Katrin Nißlein ausgearbeitete Konzept sieht eine Erholungsanlage als Anlaufpunkt für Familien, Wanderer , Sportler, Senioren , Radfahrer - eben für Menschen aller Altersklassen - vor. Der Grünzug entlang der Aisch sei bereits jetzt ein Treffpunkt für Jung und Alt, kommentiert Nißlein das Konzept.

Dieses sieht ein Tretbecken samt Armbecken für Wasseranwendungen vor, Sitzbänke, um sich Schuhe und Strümpfe auszuziehen, einen Kräutergarten, sowie einen Fühl- oder Barfußpfad mit neun Feldern. Für Kinder soll es einen Wasserspielbereich mit Schwengelpumpe und gepflastertem Bachlauf geben.

Die Anlage solle ein Kommunikationsort und Ruheplatz, ein Naherholungsbereich sein, wie auch die Möglichkeit zur Abkühlung in Hitzeperioden bieten. Eventuell könne die Anlage sogar ein touristischer Anziehungspunkt werden. Auf Infotafeln soll die Lehre des "Wasserdoktors" erläutert werden. Die Gesamtkosten der Anlage sind nach Auskunft der Stadtverwaltung auf 105 000 Euro veranschlagt. Über die LAG Aischgrund darf die Stadt mit einer Leaderförderung (aus dem europäischen Topf) von etwa 60 Prozent rechnen. Wie zu erfahren war, will sich auch die Anneliese-Knobelspieß-Stiftung beteiligen. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müsse die Umsetzung noch in diesem Jahr erfolgen.

Danach befragt, hält Hermann Proksch die Anlage auf jeden Fall für eine Bereicherung der Stadt . Der aktive 71-jährige Höchstadter Gästeführer, Wallfahrtsführer und Seniorenbeirat will die Anlage auf jeden Fall in sein Programm aufnehmen. Naturverbunden, wie er sich selbst bezeichnet, will er aber auch privat zur Wasseranwendung im Engelgarten "antreten".

Auch Peter Ott, Laientheaterspieler und dichterisch veranlagter Höchstadter, freut sich über die Möglichkeit, mit der Kneippanlage etwas für die Gesundheit tun zu können. Kneippen sei für ihn nichts Neues, sagt er im Gespräch mit dem FT. Wann immer er auf seinen vielen Fahrten und Reisen die Gelegenheit zum Kneippen hatte, habe er sie ergriffen. Ott gibt aber auch zu bedenken, dass eine solche Anlage Pflege braucht. Es sei zu befürchten, dass sie verschmutzt werde und mögliche Nutzer sich dann ekeln könnten.