Die „vierbeinigen Adelsdorfer“ beschäftigten den Gemeinderat. Um genauer zu sein, die Steuern , die Frauchen und Herrchen für ihre Hunde zu entrichten haben. Letztmalig angepasst wurde die Hundesteuer laut Bürgermeister Karsten Fischkal 2006.

„Es gibt eine neue Mustersatzung vom Staatsministerium“, erklärt der Bürgermeister und fügt hinzu, dass in Adelsdorf im Vergleich zu anderen Gemeinden die Hundesteuer sehr niedrig sei. So werden momentan für einen Hund 48 Euro fällig, für einen Listenhund ist der Betrag mit 480 Euro zehnmal so hoch.

Hemhofen verlangt 55 Euro und 550 Euro, Röttenbach 50 bis 100 Euro für den Hund, 500 für den Listenhund und in Mühlhausen sind es momentan 70 bis 100 Euro pro Vierbeiner sowie 550 bis 650 Euro für den Listenhund.

Angehoben werden diese Beträge nun in Adelsdorf auf 60 Euro für den Hund und auf 600 Euro für als Listenhund eingestufte Rassen . „Bei uns in der Gemeinde gibt es ca. 490 Hundehalter mit ca. 550 Hunden“, erläutert Fischkal, „wir hatten ja auch den 1. Adelsdorfer Hundetag, der gut ange-kommen ist.“ An diesem Tag konnten laut Fischkal Hundebesitzer auf einem Plan einzeichnen, wo Bedarf für spezielle Abwurfbehälter für Hundekotbeutel besteht. „Die müssen nicht nur aufgestellt, sondern auch geleert werden.“ Das würde laut Fischkal der Bauhof freitags übernehmen. „Je mehr wir aufstellen, desto mehr Zeit geht dafür drauf“, rechtfertigt Fischkal die Erhöhung. „Auch was Freilaufzonen betrifft, sind wir gut aufgestellt.“

Fischkal lobte das Gros der Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Hunde beseitigen und auch Schildern, die auf Brutgebiete hinwiesen, Beachtung schenken und ihre vierbeinigen Begleiter dort an die Leine legen. „Es gibt aber ein paar wenige, die machen, was sie wollen. Das ist eine riesengroße Sauerei!“ Als Beispiel nannte er einen Bauhofmitarbeiter, der sich duschen und umziehen musste, nachdem er mit einer Sense in einen großen Hundehaufen gekommen war.

„Der Paragraf 6 bezüglich der Steuerermäßigung ist schon sehr verklausuliert“, meldete Thomas Lay ( CSU ) sich in Bezug auf die Mustersatzung zu Wort. „Ich rege an, dass man – wenn man ein Tier aus dem Tierheim holt – für das erste Jahr von der Hundesteuer befreit ist, das wäre eine schöne Geste.“

„Gute Idee“, erwidert Fischkal, „Das würde ein Signal nach außen geben.“ Einstimmig wird der Änderung der Hundesteuersatzung mit Erhöhung der Hundesteuer entsprochen. Sie wird am 1. Januar 2022 in Kraft treten.