Die „Herzoterrassen“ sind ein besonderes Bauobjekt. Das wurde schon bei der Präsentation bewusst, wie auch jetzt bei einer Informationsveranstaltung für die Bürger. Für Fragen und Anregungen standen Planerinnen und Planer sowie die Verwaltung zur Verfügung. „Einen derartigen vorhabensbezogenen Bebauungsplan hatten wir in Herzogenaurach noch nicht. Er ist für die Stadt schon eine Besonderheit“, betonte Bürgermeister German Hacker ( SPD ). Auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Wormser wird eine Anlage mit 78 Wohnungen gebaut (der FT berichtete).

Architekt Jörg Hohberg wies insbesondere auf die gute Durchmischung der 78 Wohnungen hin und auf die Besonderheiten der Terrassen und Balkone. „Das Objekt wird sehr nachhaltig gebaut“, erklärte Hohberg und Landschaftsarchitekt Christian Lemke betonte ausdrücklich – und im Zeichen des Klimawandels – die Regenwassernutzung . Das Wasser werde ausnahmslos den Freiflächen und den Bäumen zugutekommen. „Ein Regen wie in den vergangenen Tagen wird kein Problem werden, denn die begrünten Dächer und die Bepflanzung des Areals können viel Wasser aufnehmen“, versicherten Hohberg und Lembke.

Die Sorge eines Ehepaares aus der unmittelbaren Nachbarschaft zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen bei 78 Wohnungen und einen möglichen Gefahrenpunkt in Nähe der Daimlerstraße konnten die Planer weitgehend entkräften. Denn die Tiefgarage mit Ein- und Ausfahrten auf Ringstraße und Bamberger Straße werde den Verkehr mühelos aufnehmen können.

In diesem Zusammenhang wies Bürgermeister Hacker darauf hin, dass auch das Autohaus mit Werkstatt und der TÜV verkehrsmäßig keine größeren Probleme bereiteten. Sowohl er als auch Planungsamtschefin Anja Wettstein betonten, dass mögliche Probleme bei der folgenden Feinplanung berücksichtigt und die Bürger selbstverständlich bei der öffentlichen Auslegung einbezogen werden.

Auf die Bauzeit konnte sich Jörg Hohberg nicht genau festlegen und verwies auf Situation der Baufirmen und möglichen Materialmangel hin. „In normalen Zeiten rechne ich mit zwei Jahren Bauzeit, aber wir gehen eher von drei Jahren aus“, beantwortete er eine entsprechende Frage.