Die Harmonie unter den Mitgliedern war in der gut besuchten Versammlung im Freibad-Restaurant auffallend. „Die Abteilungen funktionieren praktisch von alleine“, berichtete Vorsitzender Gerhard Schlee. Die alte „etwas angestaubte Vereinssatzung“ zu überarbeiten, hatte sich der Vorstand zur Aufgabe gemacht.

Als erstes habe man im Namen den „Verschönerungsverein“ gestrichen, berichtete Reinhard Grasse. Der Verein trage jetzt den Namen „ Heimatverein Höchstadt a.d. Aisch und Umgebung“. Geändert wurde auch die Summe, über die die Vorstandschaft allein verfügen darf: Aus ursprünglich 5000 D-Mark wurden 2000 Euro. Alle Änderungen wurden von den Mitgliedern einhellig abgesegnet.

In seinem Bericht ging Schlee besonders auf die Teilnahme am Ferienprogramm der Stadt ein. Die Reise in die Geschichte der Stadt sei bei den Kindern fantastisch angekommen. Dankbar zeigte sich Schlee dafür, dass Hermann Popp aus Fetzelhofen dem Verein seine Scheune als Lagermöglichkeit zur Verfügung stellt.

Eine gute Nachricht war auch der Kassenbericht. Für Hans Häfner, den neuen Schatzmeister, war die Kasse zunächst „eine holprige Geschichte“. Nachdem er die Buchführung „auf Vordermann gebracht hat“, stellte er aufgrund des guten finanziellen Fundaments fest, „dass in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet wurde“.

Dabei mussten nach dem Bericht des Vorsitzenden Schlee die üblichen Veranstaltungen wie Kuhstallkerwa, Altstadtfest oder Weinfest wegen der Pandemie ausfallen. Allesamt Einnahmen, die in der Kasse fehlen. Dennoch hat der 210 Mitglieder zählende Verein 1000 Euro für die Bänke in der Lourdesgrotte gespendet.

Peter Munkert berichtete über seine zehn Mitglieder zählende Veehharfen-Gruppe. Munkert sucht für künftige Auftritte nach einer Verstärkeranlage.

Karl-Heinz Feuerlein präsentierte Fotos der archäologischen Funde, die er mit Ottmar Völlner in einer Sandgrube ausgegraben hatte. Die Keramiken, eine Gewandspange und der Pfostenbau gäben viele Rätsel auf. Sie zu entschlüsseln, wird die Hobbyforscher wohl noch lange beschäftigen.

Als Corona-Projekt bezeichnete Kreisheimatpfleger Manfred Welker sein neues, „von Georg Schockel angestoßenes“ Buch . Unter dem Titel „Sterpersdorf einst und jetzt“ finden sich Fotoschätze, die vor allem Schockel zusammengetragen hat.

Am Ende gab es etwas zum Schmunzeln. Julie Thoma las aus ihren Mundartgedichten, die – mit Illustrationen von Daniela Stockmann – in dem Büchlein „Schaumeramol wies nausgeht …“ veröffentlicht sind. Die in Uehlfeld lebende und in Kleinweisach aufgewachsene Autorin schreibt „vom Wind, vom fränkischen Wind“, gibt aber auch ihr Rezept für „Quarkspotzn“ preis. Die Besucher konnten sogleich eine Probe der fränkischen Spezialität verkosten. Das Büchlein ist die aktuelle Jahresgabe des Vereins an die Mitglieder . See