„Luftbilder sind eines der spannendsten und eindrucksvollsten Abbilder unserer Heimat. Sie sind Zeitzeugen, ermöglichen einen Blick in die Vergangenheit und zeigen Entwicklungen von Dörfern und Städten über Jahrzehnte. So bringen sie Zusammenhänge zum Vorschein, die erst durch den Blick von oben erkennbar werden. Das Luftbildzentrum mit der neuen Dauerausstellung ist eine Attraktion für die gesamte Region“, freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Eröffnung der Ausstellung im Landesluftbildarchiv am Montag in Neustadt. „Das bayerische Landesluftbildarchiv ist mit über einer Million Luftbildern aus rund einem Jahrhundert das größte und umfassendste seiner Art in Deutschland! Und es wächst jedes Jahr weiter – jährlich werden rund 40 000 Quadratkilometer Luftbilder neu aufgenommen, das sind fast 60 Prozent der Fläche Bayerns“, betonte Füracker.

Zeitreise

Das Bayerische Landesluftbildzentrum ist nun Ausstellung und Schatzkammer zugleich. Hier sind sowohl das Luftbildarchiv als zentrale Fundstelle für Luftbildaufnahmen sowie die dauerhafte Luftbildausstellung an einem Ort vereint. Die neue multimediale Dauerausstellung rund um das Thema Luftbild lädt auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Luftbildfotografie ein. Es werden alle Facetten rund um das Thema Luftbild multimedial dargestellt. Tablets als Medien-Guide führen die Besucherinnen und Besucher durch die Räume und ergänzen mit Texten, Bildern, Videos und Augmented-Reality-Anwendungen.

Ein Highlight der Ausstellung ist laut Pressemitteilung die „VR-Wall“, die einen virtuellen Geländeflug im dreidimensionalen Raum ermöglicht. Interaktive Stationen machen Geschichte und Entstehung sowie die vielfältigen Anwendungsbereiche des Luftbilds erlebbar. Der Hauptraum ist als Dunkelkammer gestaltet, das Herzstück ist ein kreisförmig verlaufendes Luftbildpanorama. Moderne Recherchestationen bieten einen digitalen Blick in die Sammlungen des Archivs.

Das Bayerische Landesluftbildzentrum ist im Brauhausareal in der Bamberger Straße 48 in Neustadt untergebracht. Die Dauerausstellung ist kostenfrei und jeweils von Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, sowie jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. red