Nach jahrelangen Vorplanungen brachten die Räte in der jüngsten Sitzung die Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes mit Landschaftsplan „ Weisendorf 2030“ auf den Weg – gegen die Stimmen von Bündnis90/Die Grünen .

Die Feststellung des Flächennutzungsplanes diskutierten die Anwesenden kaum mehr und es gab nur wenige Wortmeldungen aus dem Gremium. Zu Beginn erläuterte Thomas Rosemann vom Nürnberger Büro Topos Team die bereits eingearbeiteten Abwägungen. Insbesondere zum Thema Mobilisierung von Innenentwicklungspotentialen hatte das Planungsbüro noch eine Reihe von Ergänzungen aufgenommen. Wie schon bei den vorausgegangenen Sitzungen erklärte Norbert Maier von den Grünen, dass seine Fraktion den Flächennutzungsplan wegen zu hohen Flächenverbrauchs ablehnen werde. Hans Kreiner ( CSU ) verteidigte dagegen die Ausweisung der Gewerbeflächen.

Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein ( CSU ) erinnerte nochmal an den Beginn zur Fortschreibung des Flächennutzungsplanes mit der Auftragsvergabe im November 2015. Die Erstellung von Vorentwurf, Entwurf und zweitem Entwurf des Flächennutzungsplans wurden durch neun Treffen des vorbereitenden Arbeitskreises begleitet. Dazu wurden die Ergebnisse durch eine frühzeitige und zwei weitere Beteiligungen der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange vorgestellt. Ein Bürgerentscheid führte zu einer weiteren Änderung des Entwurfes.

„Nicht verkennen darf man das Spannungsfeld von Flächensparen, was wichtig und bedenkenswert ist, aber auch die boomende Nachfrage und der Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen“, erklärte der Bürgermeister in seinem Statement.

Deshalb führte das Planungsbüro noch viele Ergänzungen an, um zu erklären, dass der Markt Weisendorf auch tatsächlich auf Innenentwicklung vor Außenentwicklung setzt. Der Bürgermeister plädierte deshalb dafür, dass Weiterentwicklungen möglich sein und auch ermöglicht werden müssen. So wurden in Weisendorf zusätzlich 12,7 Hektar Wohnbauflächen sowie 3,16 Hektar gemischte Bau- und Dorfgebietsflächen im Ortsteil Kairlindach aufgenommen. An gewerblichen Bauflächen stehen etwas über zehn Hektar in Weisendorf und Nankendorf zur Verfügung. Außerdem sind rund sieben Hektar Sonderbauflächen für Biogas und Einzelhandelsflächen vorhanden.

Photovoltaik und Windkraft

„Gerade in diesem Bereich werden wir uns aber demnächst neue Gedanken machen müssen, denn Sonderbauflächen brauchen auch Freiflächen- Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen “, betonte der Rathauschef. Zu den Gemeinbedarfsflächen zählen nahezu alle gemeindlichen Einrichtungen und Gebäude sowie weitere Einrichtungen für soziale und kulturelle Betreuung der Einwohner, von Kinderkrippe bis Altenheim . „Auch hier werden wir nach Genehmigung dieses Flächennutzungsplans sofort weiterarbeiten dürfen“, fügte Hertlein hinzu.

Auch zum Verkehrsgeschehen machte der Bürgermeister einige Anmerkungen. So wird dem Zeitgeist entsprechend die zunehmende Fahrradmobilität aufgegriffen. So ist eine gemeinsame Fahrradverbidnung zwischen Weisendorf und Höchstadt geplant.

Der Bürgermeister hofft dabei auf Unterstützung des Freistaates Bayern, durch die Erneuerung der Staatsstraße zwischen Oberlindach und Boxbrunn.