Für die jüngste Sitzung des Heßdorfer Gemeinderats hatte Bürgermeister Horst Rehder (BB) die Tagesordnungspunkte coronabedingt reduziert. "Wir haben die Sitzungen auf unverzichtbare, unaufschiebbare Entscheidungen beschränkt", erklärt Rehder.

Er selbst ging mit gutem Bespiel voran, sparte sich die üblichen Sachvorträge und verlas nur die Beschlussvorschläge. Auch die Mitglieder des Gemeinderates hielten sich weitgehend an die Vorgaben. Ergebnis: Nach rund 30 Minuten war der öffentliche Teil der Sitzung beendet. Ein absolutes Novum des sonst sehr diskussionsfreudigen Heßdorfer Gemeinderates.

Kritik gab es allerdings von Markus Windisch ( CSU ), der einen Antrag seiner Fraktion als Tagesordnungspunkt behandelt werden wollte. Der Bürgermeister hatte den CSU-Antrag zum Geschosswohnungsbau in Heßdorf-Süd und die mögliche Gründung einer Genossenschaft zum Ende unter den Punkt "Verschiedenes" geschoben.

CSU ist nicht einverstanden

Dies missfiel dem CSU-Gemeinderat, denn ein solch wichtiger Punkt könne nicht nebenbei verlesen werden, sondern gehöre als ordentlicher Punkt auf die Tagesordnung gesetzt. Dies sagte der Bürgermeister dann auch für eine der nächsten Sitzungen zu. Bevor Rehder in die Tagesordnung einstieg, stellte er mit Anna Maria Pauli die neue Leiterin des Bauamtes vor.

Unaufschiebbar waren die Nachtragsangebote zur Kindertagesstätte, so zur Ertüchtigung der Brandschutzanlage zum Preis von rund 9000 Euro. Die Leistungen wurden erforderlich, weil die Kita bei der Sanierung der Grundschule nicht im Auftrag enthalten war.

Bei einem weiteren Nachtragsangebot der Firma Rene Wagner handelt es sich um den Austausch eines Türelements, weil die vorhandene Tür die Brandschutzanforderungen nicht mehr erfüllt. Die Kosten liegen bei rund 4500 Euro.

Mit einem Nachtragsangebot bot die Firma Tilgner verschiedene Kleinmaterialien an, die unter anderem für den Anschluss der Rückstau-Hebeanlage im Hortbereich erforderlich sind, aber nicht im Leistungsumfang des Hauptauftrages enthalten sind. Die Forderung beträgt knapp 2500 Euro. Zum Kostenvergleich: Der Hauptauftrag vom 30. April 2018 beträgt knapp 366 000 Euro brutto. In der Kostenberechnung sind für die Leistungen der Anlagengruppe 1-Sanitär 374 000 Euro brutto enthalten.

Für die sicherheitstechnischen Anlagen ist eine Abnahme erforderlich. Darunter fallen bei der Schule die Brandmeldeanlage, die Sicherheitsbeleuchtungsanlage und die Blitzschutzanlage. Der Sachverständige ist auch in der Brandschutzbescheinigung 1 gefordert. Die Abnahme durch das Ingenieurbüro Dietz wird mit 4000 Euro berechnet.

Drei Bauanträge wurden ohne Diskussion durchgewunken, so die Errichtung von E-Mobility-Schnell-Ladehubs im Gewerbepark.

In Hesselberg nahe der Mohrhofer Straße soll eine Hackschnitzelheizung mit Hackschnitzelbunker und eine Lager-Fahrzeughalle errichtet werden. Das Bauvorhaben von knapp 15 x 16 Metern ist mit einem Pultdach geplant und liegt im bauplanungsrechtlichen Innerbereich.

In Hannberg wird ein Einfamilienhaus mit Carport und Geräteraum errichtet. Im Geltungsbereich des Bebauungsplanes wurden bereits entsprechende Befreiungen erteilt. Und auch bei den beantragten Befreiungen zur Dachform, Traufhöhe, Dachfarbe und Überschreitung der Baugrenze gab es keine Diskussion und es wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.