Einer der größten Baumaßnahmen in der Geschichte der Gemeinde Adelsdorf steht im zweiten Halbjahr an.

Ein wichtiger Baustein in der gesamten Planung ist die Bürgerbeteiligung, die am vergangenen Donnerstag und Freitagabend und am Samstag unter erhöhten Schutzvorkehrungen gestartet wurde. Es waren jeweils nur zwei Personen pro Grundstück aus den jeweils betroffenen Bauabschnitten zugelassen, die sich bereits im Vorfeld anmelden mussten. Es wurde strengstens auf die Einhaltung der Hygieneauflagen geachtet.

130 Anwohner aus dem gesamten Oberdorf nahmen an insgesamt fünf Informationsveranstaltungen teil. Neben den Mitarbeitern aus dem Planungsbüro und dem Technischen Bauamt begrüßte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) die Fraktionssprecher aller Fraktionen, die Behindertenbeauftragte Gabriele Kullmann und Wolfgang Mößlein, den Geschäftsführer der Energie GmbH Adelsdorf , begrüßen.

"Seit dem Jahr 2018 gibt es keine Straßenausbaubeitragssatzung mehr, also kommen auf die Anlieger keine Kosten zu.", erinnerte der Bürgermeister zu Beginn der Veranstaltung. 2019 wurde der Beschluss zur Sanierung des Oberdorfes gefasst und es folgte die Suche nach einem Planungsbüro. Im Jahr 2020 wurde der Auftrag an das Planungsbüro GBI Kommunale Infrastruktur GmbH & Co. KG mit Sitz in Herzogenaurach vergeben. Vom Büro waren Andreas Zacherl, Joel Lüdemann und Andreas Seefeldt anwesend, die kompetent Rede und Antwort standen.

"Im vergangenen Jahr ist viel passiert, auch wenn Sie das nicht so mitbekommen haben", berichtete Fischkal. "Es wurde die grobe Planung erarbeitet." Bisher schaute man vornehmlich unter die Erde. "Heute gehen wir an die Oberfläche und hier muss jede Straße im einzelnen betrachtet werden."

Vorgehensweise

Viele Themen wurde angesprochen. Zum Beispiel die Vorgehensweise des Projekts. "Bauabschnitte werden so optimiert, dass die restlichen Bauabschnitte nicht zu stark belastet werden. Sollte es doch zu Einschränkungen kommen, werden vorher alle Betroffenen im Vorfeld vom technischen Bauamt informiert", erklärt Tiefbauingenieur Thomas Wolff .

In den fünf Bauabschnitten stellten sich schnell die Schwerpunkte heraus. Themen wie die Anzahl der Gehsteige und Breiten wurde diskutiert, die Parksituation, Barrierefreiheit und Ableitung von Oberflächenwasser im Starkregenfall und vor allem die Verkehrsberuhigung.

Da nicht alle Eigentümer anwesend waren, wird die Gemeinde in Kürze einen Fragebogen ausarbeiten und abfragen, was den Anwohnern wichtig ist. "All das fließt dann ins Konzept mit ein!", so Fischkal. Zudem wird in den kommenden Wochen noch einmal ein Ortstermin stattfinden. "Es macht Sinn, sich die Situation gemeinsam mit den Anwohnern vor Ort anzuschauen, so Geschäftsführer Andreas Zacherl von Gbi.

Das Thema Nahwärme wurde bewusst ausgespart. "Wir sind dran und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung!", so Wolfgang Mößlein gegenüber dem Fränkischen Tag.