Bernhard Panzer

Der Stadtrat hat den Deckel drauf gemacht und die Transformation der Agenda 21 in die Agenda 2030 , gemäß der Empfehlung des Planungsausschusses, beschlossen. Damit kann der Nachhaltigkeitsbeirat kommen.

„Es ist nicht nur ein Umknipsen“, stellte Bürgermeister German Hacker ( SPD ) eingangs fest. Der Wandel von Arbeitskreisen in konkrete Projektgruppen sei auch ein „Zeichen unserer Zeit“.

Möglichst viele Bürger sollen begeistert werden, erläuterte die städtische Agendabeauftragte Monika Preinl zum wiederholten Male. Zwei- bis viermal jährlich soll der Beirat zusammentreten. Auch im Rathaus sei die Nachhaltigkeit gut verankert, mehrere Abteilungen befassen sich damit, wie Bürgermeister Hacker feststellte. Er widersprach damit der grünen Stadträtin Retta Müller-Schimmel („Mich wühlt das Thema einfach auf“), die das Rathaus in diesem Zusammenhang „nicht gut aufgestellt“ sieht. Sie hätte auch gerne Experten im Beirat und sich Erfahrungen anderer Städte angehört.

Franz-Josef Lang ( CSU ) mahnte, dass es eine gewisse Änderung in der Gesellschaft brauche, mancher sollte da seine Balance finden. Es gehe schließlich um die Zukunft der Kinder und Enkel. Für Konrad Körner (JU) ist eine Projektorientierung bei der Agenda-Arbeit genau richtig. Auch Roland Reichelsdorfer ( AfD ) „gefällt der pragmatische Ansatz“, weil die Initiative vom Bürger aus gehe. Allerdings würde er nicht zustimmen, wenn „ein monströser Aufgabenkatalog von oben herab und mit moralischem Druck, die Welt zu retten“ verabreicht würde.