Die CSU Höchstadt setzt sich dafür ein, dass auf städtischen Grundstücken diejenigen Obstbäume markiert werden, von denen Bürgerinnen und Bürger ohne Rücksprache für den Eigenverbrauch Obst ernten dürfen. Ein entsprechender Antrag ging an den Bürgermeister Gerald Brehm .

Im Namen der CSU-Stadtratsfraktion beantragt der Fraktionssprecher Alexander Schulz, die Stadt Höchstadt möge sich an der Ernteaktion „Gelbes Band“ beteiligen. Darüber hinaus solle die Aktion in der Bevölkerung bekanntgemacht werden, damit auch Obstbaumbesitzer, die in der Erntesaison die vielen Früchte nicht abernten können oder wollen, sich an der Aktion beteiligen, um diese der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Zur Begründung führt die CSU aus: „Bereits im Jahr 2014 fragte die CSU-Stadtratsfraktion an, wie die Nutzung der Obstbäume auf städtischen Flächen geregelt ist. Leider ohne Antwort. Schon damals wurden zahlreiche Früchte auf öffentlichen Grünflächen nicht abgeerntet und verwertet, sondern fielen vom Baum und verfaulten. Auch die von uns angeregten Patenschaften wurden bisher, unseres Wissens nach, nicht umgesetzt.“

Ein Bedarf am „Miternten“ sei aus Sicht der CSU auch in Höchstadt gegeben. Bei immer kleiner werdenden Grundstücken und der notwendigen Nachverdichtung kämen weniger Bürgerinnen und Bürger in den Genuss großer Obstgärten. Es müsse dabei immer wieder festgestellt werden, dass Obstliebhaber daher – wohl aus Unwissenheit – auf in Privatbesitz befindlichen Obstgärten und Streuobstwiesen ausweichen und dort ihren Bedarf decken.

Über die Einführung des „Gelben Bandes“ könne hier deutlich gemacht werden, welche Obstbäume für die Allgemeinheit freigegeben sind und welche Früchte der Besitzer selbst verwerten möchte. Zum anderen könne hierüber etwas mehr Bewusstsein geschaffen werden zum wertschätzenden Umgang mit den Erzeugnissen der Kulturlandschaft und deren nachhaltiger Nutzung. red