Mit der "Rewe-Spendenaktion" soll Bildung unterstützt werden. An der Aktion "Lehrergehälter für Zubza" beteiligten sich Firmen und Privatpersonen. Vor einigen Wochen konnten die Kunden des Rewe-Marktes in Weisendorf sich aussuchen, ob sie sich ihren Pfandbon auszahlen lassen oder an das Zubza-Hilfsprojekt "Hand in Hand fürs Nagaland " spenden möchten.

Stolz wurde jetzt das Ergebnis präsentiert, denn es konnten über 1500 Euro für die Partnergemeinde und die Don-Bosco-Schule zur Finanzierung der Lehrergehälter in Sechü-Zubza übergeben werden. Matthias Zwingel vom Rewe-Markt, der die Summe aufgerundet hatte, und Regina Lehninger von der Grundschule Weisendorf freuten sich über das Ergebnis und einen Berg von Pfandbelegen.

Keine staatliche Unterstützung

Als Privatschule mit über 650 Schülerinnen und Schülern - eine der besten und anerkanntesten im Nagaland - erhalten die Betreiber, die Salesianer Don Boscos, keine finanzielle Unterstützung vom indischen Staat und der Landesregierung und müssen sich also selbst finanzieren. Aufgrund des Lockdowns in Sechü-Zubza und der Ausgangssperre war es vielen Arbeitern und Tagelöhnern nicht erlaubt, die Hütte zu verlassen. Aufgrund des fehlenden Einkommens konnten sie das Schulgeld nicht mehr bezahlen.

Aus diesem Grund war es dem Schulleiter nicht mehr möglich, selbst nur halbe Lehrergehälter (60 Euro/Monat) zu bezahlen, weshalb er das Zubza-Team Weisendorf um Unterstützung bat.

Bereits im Oktober 2020 unterstützte der Pfarrgemeinderat der katholischen Gemeinde St. Josef aus Weisendorf die Aktion "Lehrergehälter für Zubza" und überwies ein halbes Monatsgehalt für alle Lehrkräfte in Zubza, die ihre Schüler notdürftig während des Lockdowns mit den entsprechenden Materialien versorgten.

Auch vier Firmen aus der Marktgemeinde Weisendorf und aus Heßdorf beteiligten sich finanziell an diesem Aufruf. Nachdem es in Nordostindien keine Rente, Sozialhilfe , Krankenversicherung oder Arbeitslosenversicherung gibt, sind die Menschen im Alter besonders auf die Unterstützung der Kinder angewiesen. Sie setzen alles daran, ihre Kinder in eine gute Schule zu schicken, weil sich dadurch die Chancen auf einen Beruf mit geregeltem Einkommen erhöhen. Besonders auf dem einheimischen Arbeitsmarkt gilt das Prädikat "convent educated" als Gütesiegel: Wer von einer christlichen Schule kommt, hat gute Chancen auf eine Arbeitsstelle und auf eine bessere Zukunft.