von unserem Mitarbeiter Peter Groscurth

Höchstadt — Wie geht es weiter mit den Gewerbegebieten in Höchstadt? Diese Frage wird in den kommenden Jahren Stadtverwaltung wie Bürger intensiv beschäftigen. Fakt ist: Der Platz in der Stadt für die Neuansiedlung oder die Erweiterung von Unternehmen wird allmählich knapp.
Bürgermeister Gerald Brehm (JL): "Im Zuge des Stadtent-wicklungskonzepts für die kommenden Jahre bis 2030 wollen wir auch intensiv diskutieren, was die Bürger von Höchstadt erwarten. Damit beschäftigt sich der Arbeitskreis Bauleitplanung und Infrastruktur." Brehm ist dabei klar: Jede Entscheidung werde später immer auch Gegner haben. "Daher müssen wir den Prozess offen und transparent gestalten. Jeder soll daran teilhaben können."
Doch welche Varianten für neue Gewerbeflächen gibt es überhaupt für die Stadt? Zwei mögliche Standorte würden existieren: Eine Erweiterung des bestehenden Gebietes im Grünzug nahe des Bereichs des Tennisvereins und der Birkach - stadtauswärts Richtung Etzelskirchen. "Doch hier gibt es große Bedenken von Seiten des Naturschutzes", räumt der Bürgermeister freimütig ein. Die zweite Variante wäre ein Gebiet auf der anderen Seite der Autobahn A3. Rund 100 000 Quadratmeter an Fläche würden dafür benötigt.
"Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Bürger generell Nein zu einem weiteren Wachstum von Firmen in Höchstadt sagen, dann müsste die Kommune sich auch nicht um neue Gebiete kümmern", so Brehm. Aber noch wirbt die Stadt auf ihrer Homepage sehr offensiv um die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze: "Wir können Ihnen schon heute versichern, dass Sie vom wirtschaftsfreundlichen Klima und der raschen Behandlung Ihrer Anliegen in Stadtrat und Verwaltung positiv überrascht sein werden und laden Sie hiermit herzlich zum Kennenlernen ein." Für den Bürgermeister ist daher die eigene Stoßrichtung klar, wie er im Gespräch erklärt: "Ein Mittelzentrum wie Höchstadt hat hohe Kosten - wie etwa für Kultureinrichtungen. Daher brauchen wir Wachstum, entweder durch den Zuzug neuer Bürger oder die Ansiedlung von Firmen. Nun müssen wir eben von Seiten des Stadtrats und der Menschen hier vor Ort uns Gedanken machen, was wir wollen."
Nicht zu vergessen ist aber bei all der Bürgerbeteiligung auch die Rolle der Regierung von Mittelfranken, denn als Aufsichtsbehörde hat auch sie ein gehöriges Mitspracherecht, was die Zukunft von Höchstadt betrifft.