Die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) sorgt mit der Erweiterung des Hochbehälters in Tschirn für mehr Versorgungssicherheit im Frankenwald und Thüringen. Dabei wurde das bestehende Speichervolumen von 1000 auf 2500 Kubikmeter ausgebaut. Neben dem Neubau der Trinkwasserkammer wurde die komplette Rohrinstallation erneuert. Auch das Gebäude erstrahlt durch die Erneuerung der Außenfassade im neuen Glanz.

Die Maßnahme ist Teil einer größeren Studie "Versorgungssicherheit", welches ein externes Ingenieurbüro im Jahr 2018 erstellt hat. Diese Studie wird nun sukzessive abgearbeitet, unter anderem läuft derzeit die Ausschreibung für die Planungsleistung einer sogenannten Ringschlussleitung, die den Bamberger, Scheßlitzer und später auch den Bayreuther Ast der FWO verbinden soll.

Wie Verbandsdirektor Markus Rauh erklärte, soll damit die Möglichkeit eröffnet werden, größere Mengen zwischen den Ästen zu verschieben. Ziel ist es, durch verschiedene Maßnahmen das gesamte FWO-System noch sicherer und zukunftsfest zu machen. Hierfür wurden seitens der Verbandsversammlung bereits rund 30 Millionen Euro für Investitionen beschlossen, die an verschiedenen Stellen im FWO-System stattfinden werden.

Im Fall der Maßnahme Tschirn ist der verfolgte Ansatz, mehr Speicherkapazität für den Frankenwald-Ast zu bekommen. Durch den Vollanschluss der Frankenwaldgruppe im Jahr 2014 sind hier Anpassungen notwendig geworden.

Ein weiterer Aspekt, der jetzt schon berücksichtigt ist, jedoch erst ab 2022 zum Tragen kommt, ist der Umstand, dass der thüringische Zweckverband Lobensteiner Oberland an die FWO anschließen wird. Die künftige Versorgung des Verbandes wird ebenfalls über den Hochbehälter Tschirn abgewickelt. Projektleiter Christian Beierkuhnlein nannte Kosten in Höhe von über 1,3 Millionen Euro, welche in die Maßnahme investiert wurden. Verbandsvorsitzender Heinz Köhler bezeichnete die Maßnahme nach der Inbetriebnahme als vollends gelungen. miw