Es ist der Ursprung mehrerer asiatischer Kampfsportarten und heißt wörtlich übersetzt "harte Arbeit". Die Rede ist von "Gong Fu", was wiederum von "Kung Fu" abstammt. Für ihre harte und vor allem erfolgreiche Arbeit Ende 2014 bei der Weltmeisterschaft in Rom wurden Olga Mensch, Felix Hartmann und Yannick Wörtmann von der Haßfurter Kampfkunstvereinigung Gong Fu e. V. am Montagabend nochmals ausgezeichnet - bei der Ehrung für Sportlerinnen und Sportler, die entweder aus der Kreisstadt stammen oder in Haßfurter Vereinen aktiv sind.
Bürgermeister Günther Werner, Hauptorganisator Stefan Göb sowie der Sportredakteur des "Haßfurter Tagblatts", Matthias Lewin, übergaben den Athleten in den Einzelkategorien ihre Preise: Die in Ottendorf wohnende Olga Mensch, die in der italienischen Hauptstadt die Bronzemedaille gewann, und der Sylbacher Felix Hartmann (Goldmedaille im "Sanda-Vollkontakt") wurden jeweils zu "Sportlern des Jahres" gekürt. "Mannschaft des Jahres" sind die maximal 14 Jahre alten Leichtathletik-Mädchen der Albrecht-Dürer-Mittelschule. Sie gewannen das Landesfinale in ihrer Altersklasse und standen auch beim internationalen Bodenseecup ganz oben auf dem Treppchen.
Freilich bekamen nicht nur die "Sportler des Jahres", sondern alle anderen der insgesamt diesmal knapp 80 "Solisten" und elf erfolgreichen Mannschaften aus verschiedenen Sportarten "Respekt und Anerkennung der Bürgerschaft". Ebenso Rolf Beinke, Volker Heurich, Hermann Lesser und Georg Stütz, die zusammen bereits 100 Mal das Deutsche Sportabzeichen abgelegt haben.
"Wir würdigen den Einsatz- und Leistungswillen und den Sportsgeist derjenigen, die hart trainiert, sich geschunden und gequält haben - und die richtig gut und erfolgreich waren", machte Günther Werner deutlich. Die Sportlerehrung sei stets "ein besonderes Ereignis im sportlichen Kalender unserer Stadt". Sie stehe für die "enge Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ,ihren' Sportlerinnen und Sportlern und die große Bedeutung, die die Stadt dem Sport zumisst." Die Erfolge bei regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben zeigt laut Werner, dass Haßfurt sportlich "bestens aufgestellt" sei und man sich über große sportliche Talente freuen dürfe.
Doch Spitzenleistungen seien nur möglich, "wenn talentierte, engagierte Sportler Trainer und Betreuer finden, die sie fördern und fordern, die sie anleiten und motivieren, und wenn sie einen Verein im Rücken haben, der die nötige Infrastruktur bereitstellt", sagte Werner.
Der Bürgermeister dankte den meist ehrenamtlich tätigen Sportverantwortlichen, die in Haßfurt und Umgebung viel für den Sport bewegen. Ebenso den Eltern, die ihre Kinder auf ihrem Weg an die Spitze begleiten.
Für ein tolles Rahmenprogramm sorgten Silke und Matthias Ebert, besser bekannt als "Firlefanz". Das Artistikduo aus Schweinfurt begeisterte mit Jonglagen, Luftartistik am Vertikaltuch und einer Leuchtshow.