Philipp Bauernschubert

Im Herbst erreichte den Rumänienarbeitskreis der Kolpingsfamile Stadtlauringen, der auch von der Kolpingsfamilie Thundorf unterstützt wird, ein Hilferuf der Stiftung Hl. Franziskus in Deva aus Rumänien. Der Stiftung, die über 80 Kinder- und Jugendheime, sowie andere Einrichtungen in ganz Siebenbürgen unterhält, sind durch die Corona-Pandemie die finanziellen und materiellen Hilfen fast gänzlich weggebrochen. Alleine mit den staatlichen Unterstützungsleistungen kann ein menschenwürdiger Betrieb nicht aufrecht erhalten werden.

Vom Lockdown hart getroffen

Der zweimonatige Lockdown im Frühjahr hat die Kinder und ihre Betreuer hart getroffen. Sie durften die Heime nicht verlassen. Selbst zu Ostern konnten die Kinder nicht zu ihren Eltern nach Hause fahren. Bereits im September hat dann die zweite Welle Rumänien überrollt. Be-dingt durch das marode Gesundheitssystem hat das Land mit die höchste Corona-Sterblichkeitsrate in ganz Europa. Mitte November nahm der Arbeitskreis betroffen zur Kenntnis, dass auch der Leiter der Kinderheime der Stiftung, Franziskanerpater Bötje Csaba ernsthaft an Covid-19 erkrankt war. Er musste in einer Klinik in Budapest behandelt werden. Mittlerweile geht es ihm wieder gut. Dank treuer Spender und dem Erlös aus dem Benefizkonzert des Gospelchors "Voice of Glory", das Anfang März, kurz vor dem Lockdown, noch stattfinden konnte, ist es möglich, dem Kinderheim in Deva die Summe von 5000 Euro zukommen zu lassen. "Wir hoffen, damit den mehr als 2000 Kindern und Jugendlichen, die in den Heimen der Stiftung betreut und umsorgt werden, ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten", sagt Werner Steinruck, der Hauptorganisator der Hilfstransporte.

Weiterhin spendet der Arbeitskreis der Kolpingsfamilie Stadtlauringen dem Deutschen Forum in Lupeni 600 Euro. Das Deutsche Forum kümmert sich vornehmlich um die letzten noch verbliebenen Deutschstämmigen in der Bergarbeiterstadt in den Südkarpaten. Pfarrer Janos Toth (Cristur) renoviert derzeit eine Kapelle in Simeria, die zu seiner Pfarrei gehört. Außerdem hat er eine lebendige Kirchengemeinde mit vielen Ministranten. Für seine Arbeit erhielt er eine Spende von 600 Euro. An das Kinderhospiz, das an das Seniorenheim "Dr. Carl Wolff" in Sibiu (Hermannstadt) angeschlossen ist, gehen 250 Euro. Der Rumänienarbeitskreis hofft, dass im nächsten Jahr wieder Lebensmittel und andere wichtige Hilfsgüter direkt zu den Kindern und Jugendlichen in den Heimen sowie zu den anderen Partnern in Rumänien gebracht werden können.

Geldspenden werden auch weiterhin dringend benötigt. Das Spendenkonto lautet: VR-Bank Schweinfurt eG, IBAN: DE21 7906 9010 0003 1212 24.