Fast im Hurra-Stil ist der FC Wallenfels als Meister der Kreisklasse 4 in der vergangenen Saison mit einem Vorsprung von zwölf Punkten aufgestiegen. Doch als Neuling hat er bisher in der Kreisliga einen schweren Stand. Mit erst einem Sieg gegen den Mitaufsteiger VfR Johannisthal in den bisher sieben Begegnungen steht der FC mit diesen drei Zählern nur auf dem vorletzten Tabellenplatz im 16er-Mannschaftsfeld. Trotz dieser noch misslichen Situation ist ihrem Spielertrainer Michael Herrmann, dem bereits in seiner ersten Spielzeit als Übungsleiter der Titelgewinn gelungen ist, vor den künftigen Aufgaben nicht bange.

"Die Niederlagenserie hat ihren Grund vor allen Dingen darin, dass wir seit Saisonbeginn aufgrund von Urlaub und Verletzungen einfach noch nicht mit der gewünschten Stammelf auflaufen konnten. Sollte sich dieses Problem auflösen, dann sind wir durchaus in der Lage, in der Kreisliga mitzuhalten", ist sich der 35-Jährige sicher. Bedingt durch die ersatzgeschwächten Auftritte hat die Mannschaft mit bisher fünf Treffern die zweitgeringste Torausbeute und mit 21 Toren die zweitmeisten Gegentreffer erhalten.

Zuletzt musste beim FC Burgkunstadt eine 0:3-Niederlage registriert werden. "Bis kurz vor der Halbzeit stand es noch 0:0. Dann fielen in der 44. und 45. Minute gleich zwei Treffer, die uns das Genick brachen", resümiert der Trainer zurückblickend. Besser will es die Elf am Freitagabend gegen den Nachbarn SV Wolfers-/Neuengrün machen. Auch wenn es noch eine offene Rechnung mit den "Wölfen" gibt - 2016 wurde das Relegationsspiel zur Kreisliga mit 0:4 verloren - so braucht Herrmann sein Team für dieses Derby nicht extra zu motivieren. "Diese Duelle stellen stets eine Besonderheit dar, haben ihre eigenen Gesetze und ziehen die Zuschauer in ihren Bann." hf