Graffiti ist nicht nur Vandalismus, sondern auch eine Kunst. In der Regel werden die Werke der meist jungen Künstler unter einem Pseudonym und damit auch illegal gefertigt und verursachen häufigen Ärger, weil sie unerlaubt an Häuser, Werkhallen oder sogar an Zügen der Deutschen Bahn angebracht werden. Viele Kommunen geben deshalb spezielle Flächen frei, um einen Graffiti-Wildwuchs zu verhindern. Auch die Stadt Kulmbach geht in Sachen Graffiti neue Wege und hat am vergangenen Samstag zu einem Graffiti-Workshop am Hauptquartier von Streetwork Kulmbach eingeladen. Das Interesse von fünf jugendlichen Teilnehmern war zwar überschaubar, doch für Oberbürger-meister Ingo Lehmann (SPD) war es wichtig, ein Angebot an die Graffiti-Künstler zu machen, zumal die Stadt auch vier riesige Betonklötze am Skatepark Schwedensteg von den Baufirmen Günther-Bau GmbH, Stadtsteinach, und vom Baugeschäft Popp GmbH, Kulmbach, eigens für die Graffiti-Kunst gesponsert bekam.

OB Lehmann dankte dem Kiwanis-Club Kulmbach sowie dem Lions Club Kulmbach-Plassenburg, die diesen Workshop mit jeweils 400 Euro mitfinanzierten.

Bürgermeister Frank Wilzok rief die Kulmbacher Graffiti-Künstler auf, ihre Kunstwerke künftig auch an den Betonklötzen am Schwedensteg entstehen zu lassen. Rei.