Laden...
Herzogenaurach
Privatinitiative

Herzogenaurach packt an: Appell zur Unterstützung von Flüchtlingen

Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln sind untragbar, eine Katastrophe steht angesichts der Corona-Pandemie bevor. Eine Privatinitiative aus Herzogenaurach schaut nicht län...
Artikel drucken Artikel einbetten

Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln sind untragbar, eine Katastrophe steht angesichts der Corona-Pandemie bevor. Eine Privatinitiative aus Herzogenaurach schaut nicht länger tatenlos zu. So heißt es in einer Pressemitteilung von Thilo Schaufler, einem der Initiatoren vor Ort.

Zusammen mit "Wir packen's an", einem gemeinnützigen Verein aus Berlin-Brandenburg, sammeln ab sofort engagierte Menschen in einer Kooperation von "Fridays for Future Herzogenaurach" und dem "Bündnis Herzo gegen Rechts" Geld für die gefährdeten Menschen auf den griechischen Inseln. Es geht laut Schaufler darum, dringend benötigte Medizin und Hygieneartikel kaufen zu können und eine würdige Versorgung der Menschen vor Ort sicherzustellen.

Dazu Merlin Deavin, Mitglied von "Herzo gegen Rechts": "Immer häufiger werden Hilfsorganisationen vor Ort von rechtsextremistischen Gruppierungen bedroht und verletzt. Entsprechende Schutzmaßnahmen werden weder durch die griechische Regierung noch durch die EU gestellt. Hilfskräfte, wie auch die Geflüchteten in den Camps, sind sich weitgehend selbst überlassen. Wir fordern die sofortige Beendigung rechter Gewalt gegen Flüchtlinge und sprechen uns gegen die nicht nur tolerierende, sondern auch passive Handlungsweisen der EU in dieser Thematik aus."

Und weiter: " Kein Mensch ist illegal. Wir fordern die Einhaltung der Menschenrechte überall und eine grenzenlose Solidarität." Aber nicht nur Europa müsse aktiv werden, das betreffe auch Herzogenaurach.

Thilo Schaufler, Vertreter der regionalen Klimaschutzgruppe "Fridays for Future", ergänzt: "Mit der Unterstützung des brandenburgischen Hilfsprojekts möchten wir beweisen, dass wir auch in Zeiten, in denen wir nicht auf der Straße für Ungerechtigkeiten in unserer Welt aktiv werden können, ein Zeichen von Solidarität und Mitgefühl über die eigene Sache hinaus beweisen können."

Aus diesem Grund werden wir alle Herzogenauracher Bürgerinnen und Bürger gebeten: "Sprecht mit euren Freunden, Familien und Nachbarn über die aktuelle Situation. Tut euch zusammen und bemüht euch, einen kleinen Betrag zur Unterstützung der von uns ausgesuchten Hilfsorganisation aufzubringen." Denn die vielen Schutzsuchenden auf den griechischen Inseln Lesbos, Chios und Samos, würden gerade jetzt Unterstützung brauchen.

Die Spenden, so verspricht Schaufler, gehen zu 100 Prozent an die Menschen vor Ort. Es werden automatisch bis Februar 2021 Spendenbescheinigungen verschickt, deshalb sollte die Adresse im Verwendungszweck angegeben werden. Man kann auch eine E-Mail an info@wir-packens-an.info schicken.

Das Spendenkonto bei der GLS Bank ist: IBAN: DE03 4306 0967 1059 2396 00. Spenden sind auch unter https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/34719 möglich. red