von unserem Redaktionsmitglied 
Michael Busch

Herzogenaurach — Erlangen hat es. Nürnberg auch. Und Bamberg. Selbst Forchheim hat eines. Und nun endlich auch Herzogenaurach: ein eigenes Stadtlogo. Aber nicht nur das - ein wenig "Drum und Dran" kommt noch dazu.
Denn nur ein Logo hilft erst mal nicht weiter. Dazu gehöre laut der Projektleiterin Judith Jochmann natürlich mehr als "nur" die bildliche Umsetzung. Es gehe um die ganze Marke Herzogenaurach mit all seinen Facetten. "Das ist durch die Vielfältigkeit der Beteiligten nicht einfach", hatte zuvor schon Bürgermeister German Hacker (SPD) erläutert. Jochmann untermauerte: "Markenentwicklung auf der Ebene einer Stadt ist schwierig."

Bewährtes aufgetischt

"Aber machbar", erläuterte Jürgen Gietl von Brand Trust, der beauftragten Firma. Anhand der Schweizer Nationalflagge erläuterte er die Bedeutung einer funktionierenden Marke. "Neutralität, Natur, Urlaub - daran denken Sie sicher, wenn Sie die Flagge sehen." Doch mit einem weißen Kreuz auf roten Grund hat die Herzogenauracher Variante nichts gemein.
"Wir sind auf etwas gestoßen, was es im Grunde schon gibt", erklärte Florian Seybold, der kreative Kopf des entwickelnden Unternehmens namens Triebwerk. "Herzo - der Kurzbegriff für Herzogenaurach - sei ideal, da der Begriff im Grunde schon weitläufig genutzt werde", führte er aus.
Diese bereits allgegenwärtige und gebräuchliche Abkürzung des Stadtnamens bildet in Zukunft als "schwungvoller Schriftzug das Erkennungsmerkmal des Standortmarketings. Seybold führte aus: "Der Schriftzug ist je nach Absender flexibel einsetzbar."
Das Logo sei vielfältig zu nutzen. In der Farbe Gelb sei es der Stadt, der Gesamtheit vorbehalten. In anderen Farben taucht das Logo an anderen Stellen wieder auf. So ist das Stadtmuseum grau, die Bücherei grün und das Freizeitheim blau. Je nach Markenebene werden ergänzend zum Grundlogo Farben und Zusätze angepasst, sodass sich ein stimmiges Markenbild ergibt, ohne jeden Beteiligten die notwendige Eigenständigkeit zu nehmen.

Markenpartner gesucht

Ein Angebot gibt es an Vereine, Institutionen, so genannte Non-Profit-Akteure" in Herzogenaurach. Die können Markenpartner werden. Das heißt, der Schriftzug Herzo kann in eigene Broschüren, Ankündigungen und weitere Materialien eingebaut werden. Jochmann erklärt: "Diese Partner müssen sich aber zu unserem Markenleitbild bekennen." Das überprüft die Stadt, um gegebenenfalls die Partnerschaft zu vollziehen. Erster Partner waren die Herzowerke, die am Rande des Pressetermins den Vertrag unterzeichneten.