Kronach —  "Mit Freude helfen" - unter dieses Motto stellt Thomas Luger sein kommendes Präsidentschaftsjahr an der Spitze des Kiwanis-Clubs Kronach-Frankenwald. Nachdem ihm zuvor durch Übergabe der traditionellen Insignien die Verantwortung für die Vereinsführung für das neue Kiwanis-Jahr übertragen worden war, stellte er unter dem Vorbehalt der jeweils aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie seine Ziele sowie das Programm für das kommende Jahr vor.

"Was wir gerne und mit Freude tun, das machen wir auch gut", erklärte der frisch gekürte Präsident. Dieser zeigte sich zuversichtlich, dass die Clubmitglieder im kommenden Jahr viel Freude und Spaß gemeinsam haben werden - in der Hoffnung, dass die geplanten geselligen Veranstaltungen, interessanten Vorträge, Firmenbesuche und Benefiz-Veranstaltungen wie geplant stattfinden können. Beibehalten werden liebgewonnene Traditionen wie das Martinsgans-Essen, die Weihnachtsfeier sowie der Besuch von "Kronach leuchtet" und des Kronacher Freischießens. Im Januar soll es einen Kaminabend geben.

Bereits am 1. November besuchen die Mitglieder das neue Stück der Kronacher Kammer-Theater-Tage "Der Kuss der Spinnenfrau", während man bei einer jeweils dreitägigen Clubfahrt Hamburg sowie das Taubertal erkunden möchte. Im Dezember will man das neue Rebhans Wellnesshotel in Neukenroth besichtigen sowie im Oktober 2021 die Fa. Koinor in Michelau. Geplant sind Vorträge über "Sicheres Surfen im Internet", die Jahnsbräu, Strahlentherapie sowie "Musik als Marke". Der Jazz-Frühschoppen soll am 10. Juli 2021 stattfinden.

Neu im Programm ist eine Verkostung von Wein & Schokolade in der Fischbachsmühle, ein Kochevent "selbst gemacht", ein Weißwurstfrühstück sowie ein Event ausschließlich für die Ehefrauen der Clubmitglieder. Als besonderes Highlight ist ein Kabarett auf der Festspiel-Bühne der Festung Rosenberg im Sommer angedacht. Leider bereits abgesagt wurde der Mitwitzer Weihnachtsmarkt, auf dem man traditionell für den guten Zweck vertreten ist .

Vermittlung von Werten

Zu den mannigfaltigen Zielen zählt auch das Fortschreiben der bereits ansatzweise erstellten Chronik des Kronacher Clubs, der sich - gegründet am 30. Oktober 1985 - nunmehr bereits seit 35 Jahren in den Dienst der guten Sache stellt. In der Chronik soll herausgearbeitet werden, wofür der Freundeskreis steht - so die Vermittlung von Werten wie Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Toleranz, Offenheit, Vertrauen und Respekt. Auch ein "Hüter der Etikette" soll installiert werden. "Jeder kann vom anderen lernen", zeigte sich Luger sicher, dass die unterschiedlichen Professionen der Mitglieder eine gegenseitige Befruchtung bewirkten.

Das Hauptziel des Freundeskreis liegt weiterhin in der Fortführung des sozialen Engagements in Kronach, der Region und weltweit. Dabei verschreibe man sich ganz nach dem Motto von Kiwanis international "Serving the children of the world" vor allem Projekten, die in Verbindung mit Kindern stehen.

"Lasst uns weiter im Club in diesen schwierigen Zeiten zusammenstehen", appellierte er an den Zusammenhalt. Sein großer Dank galt in diesem Zusammenhang Sekretär Wolfgang Kotschenreuther, der dieses Amt mittlerweile mit großem Engagement in der vierten Legislaturperiode ausübt, sowie dessen Ehefrau Rosi.

Dass man in der Vorstandschaft nur mit der entsprechenden Rückendeckung agieren kann, bestätigte auch Past-Präsident Peter Anhut, der seiner Vorstandschaft für das gute Miteinander im vergangenen Jahr dankte. Nach der Übernahme des Präsidenten-Amtes von seinem Vorgänger Markus Stöckert im Oktober 2019 sei man gut in das neue Präsidentschafts-Jahr gestartet und habe einiges bewerkstelligen können. Corona-bedingt hätten jedoch seit Frühjahr dieses Jahres alle Aktivitäten ruhen müssen. Leider habe man dabei auf viele liebgewonnene Veranstaltungen verzichten müssen, nachdem ja beispielsweise "Kronach leuchtet", das Freischießen und auch die Rosenberg-Festspiele - hier sponsert man von Beginn an das Kinderstück - nicht stattfinden konnten. Besonders schmerzlich war auch die Absage des traditionellen Jazz-Frühschoppens.

Freude über Gemeinschaftsaktion

Dennoch habe man die verankerten Kiwanis-Prinzipien hochgehalten - so unter anderem durch Spenden für ein leukämiekrankes Kind, dessen Eltern durch Übernahme der Fahrtkosten Besuche in der Klinik in Jena ermöglicht wurden. Die Pestalozzi-Schule Kronach unterstützte man mit einer Spende im Sinne der Digitalisierung sowie die BRK-Wasserwacht Wallenfels für die Anschaffung eines neuen Defibrillators. In einer schönen Gemeinschaftsaktion mit dem Rotary Club Kronach, dem Lions Club Kronach Festung Rosenberg und dem Lions Club Kronach bot man an den Advents-Wochenenden heiße Suppe an einem Verkaufsstand auf dem Weihnachtsmarkt an. Die Erlöse flossen in die Anschaffung einer multifunktionalen Spielfläche für den Caritas-Kinderhort im Wert von rund 15 000 Euro, wozu man den entsprechenden Anteil beisteuerte.

"Ich hätte mir mein Präsidentschafts-Jahr anders gewünscht", bedauerte der nunmehrige Past-Präsident. Glücklicherweise sei bislang kein Clubmitglied durch die Corona-Pandemie zu Schaden gekommen.

Seinem motivierten Amtsnachfolger wünschte er alles Gute, damit dieser seine großen Pläne umsetzen könne. Als Vice-Präsident wurde Wolfgang Riedel bestimmt.