Seit 2005 ist Heike Söllner als Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises tätig und macht in diesem Amt "einen tollen Job", so Landrat Klaus Peter Söllner. Das sehen auch die Mitglieder des Kreisausschusses des Kreistags so, die die Landratsamtsmitarbeiterin gestern für weitere drei Jahre zur Gleichstellungsbeauftragten bestellten.
"Im vergangenen Jahr wurden 20 Jahre Bayerisches Gleichstellungsgesetz gefeiert, und in dieser Zeit gab es viele positive Entwicklungen", sagte Heike Söllner. In der bayerischen Verwaltung habe sich der Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 37,4 Prozent verdoppelt. Bei uns im Landratsamt sind es dagegen nur magere 14 Prozent. "Da haben wir noch Luft nach oben", meinte auch der Landrat: "Wir sind ernsthaft um Chancengleichheit bemüht." Leider fehle es oft an geeigneten Kandidatinnen, wenn Positionen neu besetzt werden.
"Es ist mein Wunsch, am Verfassungsauftrag zur Förderung der Chancengleichheit weiterzuarbeiten - nicht nur innerhalb der Verwaltung, sondern in allen Lebensbereichen." Gute Bedingungen gebe es im Landkreis im Bereich Kinderbetreuung, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstütze, so Heike Söllner: "Verbesserungsbedarf haben wir bei den Randzeiten."
Zur großen Herausforderung für die Zukunft werde aber vor allem das Thema Pflege: "Das Pflegestärkungsgesetz setzt auf häusliche Pflege. Und wer macht das? Die Frauen!" Es sei wichtig dafür zu sorgen, dass es durch Familienarbeit nicht zu zu vielen Brüchen in der Erwerbsbiografie der Frauen komme: "Sonst droht die Altersarmut". db