Sprinten für Spenden

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Punkt 10 Uhr schaute die Sonne durch die Wolken, um zu erfahren, wer oder was da läuft. Rudolf Hein
Punkt 10 Uhr schaute die Sonne durch die Wolken, um zu erfahren, wer oder was da läuft. Rudolf Hein
So viel Betrieb ist in Eberns Innenstadt nicht alltäglich.
So viel Betrieb ist in Eberns Innenstadt nicht alltäglich.
 
Auch bei moderaten Temperaturen ist ein kühler Wasserguss erfrischend.
Auch bei moderaten Temperaturen ist ein kühler Wasserguss erfrischend.
 
Zweiter Bürgermeister Harald Pascher (in Blau, FDP) auf der Überholspur.
Zweiter Bürgermeister Harald Pascher (in Blau, FDP) auf der Überholspur.
 
Die Stempel auf dem Arm sind Grundlage für die Wertung.
Die Stempel auf dem Arm sind Grundlage für die Wertung.
 

Schüler des Friedrich-Rückert-Gymnasiums organisieren den sechsten Lebens-Lauf durch Ebern

Juli 2010. Erstauflage. Aus der Schülermitvertretung (SMV) des Friedrich-Rückert-Gymnasiums heraus wird die Idee geboren, Verantwortung für Menschen in Not zu übernehmen. Spenden sollen gesammelt werden. Jeder Teilnehmende aus der Schülerschaft und dem Lehrerkollegium, damals 850 Menschen, sucht sich einen Spendenpaten aus Familie oder Freundeskreis. Die Innenstadt wird gesperrt, ein Rundkurs von etwa 450 Metern Länge eingerichtet. Für jede vollendete Runde spendet der Sponsor einen zuvor vereinbarten Geldbetrag. Der Name: Lebens-Lauf.

Bei der Premiere kamen rund 12.000 Euro zusammen, die an verschiedene Projekte in Tansania und im Senegal gingen. Bis 2023 folgten vier weitere Lebens-Läufe. Gesamtertrag von allen fünf Events: mehr als 70.000 Euro.

Grund und Ansporn genug, um am vergangenen Mittwoch die Stadt zum sechsten Mal zur Sportarena umzufunktionieren und möglichst viele Runden zu laufen.

Der Erlös kommt regionalen und internationalen Hilfsprojekten zugute, darunter die Mobile Tafel Ebern, die Kinderstiftung „Hoffnungsstrahl“ in Kulmbach sowie die „Soforthilfe La Paz“ für Straßenkinder in Bolivien.

Punkt 10 Uhr gingen etwa 600 Läufer auf die Strecke. Mal im flotten Sprint, mal eher gemächlich im Spaziergängertempo, sammelte man Stempel auf dem Unterarm. Nach Auskunft von SMV-Koordinator Martin Wolf, der die Lebens-Läufe von Anfang an begleitet, steht der Rekord bei 67 Runden innerhalb von zwei Stunden, grob gerechnet beachtliche 30 Kilometer.

Seitens der Stadt lief der Zweite Bürgermeister, Harald Pascher (FDP), aktiv mit. Mit welchen Beträgen seine Sponsoren, Schulleiter Martin Pöhner und Erste Bürgermeisterin Isabell Zimmer, die 28 Runden honorierten, hat er allerdings (noch) nicht veröffentlicht.

Bis alle Spenden eingegangen sind, wird noch einige Zeit vergehen. Über das Gesamtergebnis wird zu Beginn des kommenden Schuljahres berichtet.