Die Hiobsbotschaft hat in der vergangenen Woche eingeschlagen: Bei dem für Ebern und Umgebung wichtigen Arbeitgeber aus der Automobil- und Nutzfahrzeugzulieferung Valeo/FTE sollen erneut 80 Arbeitsplätze abgebaut werden. Diese Entwicklung kam nicht überraschend für den Vorstand der SPD Ebern , der sich am Dienstag vergangener Woche zu einem Informationsgespräch mit dem Betriebsrat, der Arbeitnehmervertretung und der IG Metall Bamberg traf. „Dass der geplante Informationsaustausch zu einem Krisengespräch werden würde, ahnte bei der Einladung und Planung noch keine der beiden Gesprächsdelegationen“, sagt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ecki Roeß in einer Pressemitteilung. Bürgermeister Jürgen Hennemann hatte zusammen mit der SPD Ebern zu dem schon längere Zeit geplanten Termin eingeladen. Und nun musste man erfahren, dass sich die Gerüchte leider bestätigen. Dass in Ebern 80 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, teilten schließlich Betriebsratsvorsitzende Sonja Meister und die 2. Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg, Andrea Sicker, nach einer Aufsichtsratssitzung den SPDlern mit. Andrea Sicker und Sonja Meister vertreten dabei den Standpunkt, dass das Unternehmen den Standort Ebern in Salami-Taktik verkleinern wolle. Beide sagten, sie hätten „Angst vor einem Sterben auf Raten“, da Anfang des Jahres schon 67 Arbeitsplätze am Standort Ebern weggefallen seien. Betriebsrätin Karin Beck erinnerte daran, dass in Ebern seit 2017 450 Arbeitsplätze verschwunden seien. Ecki Roeß äußerte die Befürchtung, dass mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen bei Valeo/FTE auch Arbeitsplätze in anderen Sparten betroffen sein würden. Alle waren sich mit Bürgermeister Hennemann einig, dass man sich schnell, gemeinsam und parteiübergreifend für den Standort Ebern starkmachen müsse. red