gerold Snater

Dieser Tage feierte in Königsberg Walter Bieber seinen 90. Geburtstag . Der Jubilar ist ein echter „Künsberger“, geboren in der Pfarrgasse.

Aufgewachsen ist Bieber bei seinen Großeltern. Eingeschult wurde er krankheitsbedingt erst im Alter von sieben Jahren. Die acht Jahre Volksschulzeit in Königsberg waren für ihn ein Horror, wie er schildert. Wobei er sich an einen Lehrer, den er nachträglich als Sadist bezeichnet und der ab 1943 seinen Unterricht nur in Uniform hielt, erinnert.

Walter Bieber war froh, als er 1947 die Schule verlassen durfte und mit dem Arbeiten beginnen konnte. Eingesetzt war er zunächst in Königsberg bei der Firma BBC , die die noch unter Gleichstrom laufende Elektrizitätsversorgung Königsbergs auf Wechselstrom umstellte.

Nach einer längeren Krankheit arbeitete er beim Bruder seiner Großmutter . Er half beim Gestalten und Ausbessern von Hausfassaden mit, bis er 1954 in Schweinfurt bei der Firma Sachs eine Beschäftigung in der Materialverwaltung fand. Im Jahr 1973 wechselte er in die Revision und anschließend in die Leergutsteuerung, ehe er nach 39 Jahren bei Sachs in den Ruhestand ging.

Eines seiner Hobbys waren Auslandsreisen. So war Walter Bieber mit seiner Frau viermal in den USA und Kanada und hat von den 50 US-Staaten 20 bereist. Auch war das Ehepaar in Afrika und Europa unterwegs.

Seine aus dem mittelfränkischen Aischgrund stammende Frau Elisabeth hatte er auf einem Kirchweihtanz in Neuses kennengelernt und 1966 geheiratet. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, erinnert sich Walter Bieber . Ein Sohn, Bernd, ist aus der Ehe hervorgegangen.

Auf die Jagd

Eine weitere Leidenschaft war die Jagd. Die Jägerprüfung legte er 1955 ab und er hat in diesem Jahr seinen 68. Jahresjagdschein gelöst. Zu Beginn ging er in Goßmannsdorf und danach in Schweinshaupten auf die Jagd. Seine schönsten Jagdjahre erlebte er im Revier von Crafft Freiherr von Truchseß Wetzhausen.

Walter Bieber hat in Königsberg 1962 die Schützengesellschaft mit ins Leben gerufen. Seit dem Jahr 1982 ist er deren Ehrenschützenmeister.

Von 1951 an, dem ersten Auszug der historischen Bürgerwehr nach dem Zweiten Weltkrieg, war er als 19-Jähriger immer bei der Bürgerwehr und von 1968 bis 1994 deren Fourier.

Der Jubilar gehört dem SPD-Ortsverein, der Schlossberggemeinde und dem bayerischen Jagdverband an. Neben vielen Bekannten und Freunden gratulierte der Burgvogt der Schlossberggemeinde und Vorsitzende der Königsberger SPD , Stadtrat Eddi Klug, auch im Auftrag der Stadt Königsberg.