Vier verdiente Gemeinderäte wurden im Pfarrsaal würdevoll verabschiedet. Bereits mit Ablauf des 30. April 2020 hatten Isolde Schuck ( CSU ), Paul Hauck ( Dampfacher Liste), Ingo Klaus (SPD/Freie Wähler) und Egon Vogt ( CSU ) das Gremium verlassen. Pandemiebedingt war erst jetzt ein Ehrenabend möglich.

Als „ruhige, ehrliche und charmante Vertrauensperson“ beschrieb Bürgermeister Holger Baunacher die ausgeschiedene Gemeinderätin Isolde Schuck, die stolze 24 Jahre für die CSU im Gremium saß. 1996 das erste Mal gewählt, erzielte die Wonfurterin auch bei den Folgewahlen 2002, 2008 und 2014 gute Ergebnisse. „Ich will keinem Jungen den Platz wegnehmen“, sagte sich Isolde Schuck dann 2020 und trat nicht mehr zur Wahl an. Die Liste der Ausschüsse, denen die Gemeinderätin angehörte, ist lang. Unter anderem war Isolde Schuck ab 2008 auch Beauftragte für Senioren und Behinderte . 2008 bis 2020 war sie Zweite Bürgermeisterin. Besonders gefordert war Isolde Schuck ab Juli 2012. Zu diesem Zeitpunkt erkrankte der damalige Bürgermeister Dieter Zehendner und trat infolgedessen im Dezember 2012 von seinem Amt zurück. Bis zur Neuwahl des jetzigen Bürgermeisters Holger Baunacher führte Isolde Schuck sieben Monate die Amtsgeschäfte der Gemeinde.

„Er hat nicht gefragt, warum, sondern hat einfach angepackt“, würdigte Bürgermeister Baunacher das Engagement von Paul Hauck, der in seinen 18 Jahren als Gemeinderat für die Dampfacher Liste viele Dinge im Hintergrund geräuschlos erledigt habe. Von 2002 bis 2020 war Paul Hauck Jugendbeauftragter. Er war Mitglied in der Gemeinschaftsversammlung der VG Theres und unter anderem im Umwelt- , Kultur- und Rechnungsprüfungsausschuss. Hauck kandidierte 2020 nicht mehr.

Ingo Klaus vertrat die SPD/Freien Wähler von 2012 bis 2020 im Gemeinderat . Für seine Wiederwahl fehlten ihm einige Stimmen. Klaus war im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss Mitglied. Daneben war er für die Wonfurter als Jugendbeauftragter aktiv.

Auch sechs Jahre im Amt war Egon Vogt für die CSU . „Mit seinem Unternehmergeist, der sich aus seiner beruflichen Verantwortung begründet, hatte er manchmal eine andere Sicht auf die Dinge“, beschrieb Bürgermeister Baunacher den ehemaligen Gemeinderat , der 2020 nicht mehr antrat.