Die Coronakrise ist an der Gemeinde Aidhausen nicht spurlos vorübergegangen. Im Haushaltsplan für das Jahr 2021 gebe es viele Unsicherheiten, sagte Bürgermeister Dieter Möhring bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag in der Turnhalle der Grundschule. Dennoch wolle er keine Vollbremsung hinlegen, aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen, die damit einhergehen würden. „Wir müssen mutig die geplanten Projekte fertigstellen“, sagte der Rathauschef. Das Gesamtvolumen des Haushalts beträgt 8 386 725 Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 3 917 673 Euro, der Vermögenshaushalt mit 4 469 052 Euro. Eine Kreditaufnahme in Höhe von 1 200 000 Euro sei vorgesehen, sagte Stefan Hellfeier von der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim, der die Zahlen präsentierte. Allerdings sei noch nicht sicher, ob das Darlehen auch gebraucht wird. 227 377 Euro werden vom Verwaltungs- dem Vermögenshaushalt zugeführt. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug 759 Euro zum Jahresbeginn. Der Gesamtschuldenstand liegt bei 1 288 969 Euro und bleibt auch am Jahresende voraussichtlich derselbe. Mit 700 000 Euro stellen die Baumaßnahmen am Kirchenumfeld in Happertshausen die größte Investition dar, gefolgt von den Bauarbeiten an der Alten Schmiede in Happertshausen mit 610 000 Euro. 400 000 Euro sind für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Aidhausen veranschlagt, jeweils 150 000 Euro für die Abwasser-Pumpstation in Friesenhausen sowie für die Breitbanderschließung. Der Rücklagenstand beträgt zum Jahresende voraussichtlich 1 632 000 Euro.

Einstimmig gab das Gremium grünes Licht für den Bau des Radwegs zwischen Reckertshausen und Friesenhausen. Der Radweg soll nördlich parallel zur Staatsstraße verlaufen. Die Gesamtlänge beträgt 1900 Meter. 730 Meter verlaufen auf dem Gebiet der Gemeinde Aidhausen . Die geschätzten Brutto-Kosten für die Gemeinde liegen bei 328 000 Euro. Die Förderung ist hoch, sodass ein Eigenanteil von rund 50 000 Euro bei der Gemeinde verbleibt.

Möhring hatte erfreuliche Nachrichten im Gepäck: Für den Artenschutz erhielt die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 90 000 Euro. Weitere 90 000 Euro gibt es für die Anschaffung von Feuerwehrschläuchen. Wer seine Wohnfläche vergrößert – beispielsweise durch den Ausbau des Dachgeschosses – müsse dies der Gemeinde mitteilen, da dann auch die Beiträge für Wasser und Kanalgebühren angepasst werden müssen, teilte Möhring mit. Es sei kein Kavaliersdelikt, eine Wohnraumveränderung nicht mitzuteilen.