Eckehard Kiesewetter

Ebern  —  Unternehmungsfreudigen Ebernern stehen turbulente Tage und Nächte bevor, denn vom 22. bis 31. Juli kommt die Stadt aus den Haßbergen aus dem Feiern, Tanzen und Im-Musikhimmel-Schwelgen kaum mehr heraus. Die Schauplätze sind jeweils historisch, der Schlosshof der Familie von Rotenhan in Eyrichshof und die Eberner Altstadt.

Und in vielen Bereichen wird ein tiefes Aufatmen zu hören sein, denn zwei Jahre Corona hatten etliche Absagen, Terminverschiebungen und Planänderungen erforderlich gemacht. Jetzt läuft es wieder.

Den Auftakt des zehntägigen Marathons macht die Kölner Kultband BAP um Leadsänger Wolfgang Niedecken am Freitag, 22. Juli, beim Rösler-Open-Air auf der Konzertbühne im Schlosshof. Vom Kölsch kann man tags darauf zum Bier wechseln. In Eyrichshof ist Ruhetag, während in Ebern das Altstadtfest startet, das drei bewegte Tage und Abende in der Innenstadt verspricht. „Frankens größtes Klassentreffen“ geht zum 41. Mal über die Bühne.

Während man dort noch zecht und feiert, geben sich in Eyrichshof ab Sonntag an neun Abenden am Stück bekannte Namen ein Stelldichein: Michel Müller, Viva Voce & Co. bei der „Nacht der Stimmen“, Max Giesinger. Rainhard Fendrich , The BossHoss, In Extremo, Stahlzeit und Ben Zucker. Für acht Festival-Abende des Veranstaltungsservices Bamberg können sich Kurzentschlossene noch Tickets sichern – es müssen ja nicht „alle Neune“ sein.

Wen es am Samstag, 30. Juli, nicht zu Stahlzeit zieht (die Deutsche Härte mit dem Eberner Samir Elflein am E-Bass ist ausverkauft), dem wird alternativ Blech geboten – melodiöses Blech: Beim Fest in der Braugasse verbindet das Blasorchester Ebern fränkische Gemütlichkeit mit Kostproben seiner musikalischen Vielfältigkeit.

Wenn am 31. in Eyrichshof das letzte Zucker-Stück den Start in die Ferien versüßt, dann haben sich die Eberner ihren Erholungsurlaub redlich verdient.