Am Freitag und Samstag drohen in Bayern in vielen Städten Streiks im öffentlichen Nahverkehr. Fahrgäste müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen.
In mehr als einem Dutzend bayerischer Städte könnte der Nahverkehr am Freitag (27. Februar 2026) und Samstag (28. Februar 2026) weitgehend zum Stillstand kommen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem zweitägigen Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf, wie sie mitteilte. Betroffen sind demnach die folgenden bayerischen Städte:
- München,
- Nürnberg,
- Augsburg,
- Regensburg
- Ingolstadt,
- Fürth,
- Bamberg,
- Passau,
- Landshut,
- Schwabach,
- Bayreuth,
- Schweinfurt
- Dachau
- Schwabach
Trotz Notfallplänen: Beeinträchtigungen erheblich
Auch in anderen Teilen Deutschlands wird gestreikt. Wie schon bei den vorhergehenden Streiks sind S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalbusse in der Regel nicht betroffen, da sie von anderen Unternehmen betrieben werden. Zudem ist zu erwarten, dass in den betroffenen Städten teilweise städtische Buslinien verkehren, die von externen Dienstleistern betrieben werden. Bamberg ist gleich doppelt betroffen: Zu den Streikenden von Verdi kommen Demonstranten von Fridays for Future dazu.
Wie Dirk Schneider, stellvertretender Geschäftsführer von Verdi und zuständig für Bamberg, erklärt, gehören Klimagerechtigkeit und gute Arbeit im ÖPNV zusammen. Um 10 Uhr beginnt der gemeinsame Demonstrationszug am Bamberger Bahnhof. Alle Teilnehmenden ziehen von dort aus durch die Innenstadt zum Gabelmann.
Teilweise gelang es den Stadtwerken und Verkehrsunternehmen bei den jüngsten Warnstreiks zudem, Notfahrpläne zu organisieren oder auch auf einzelnen Tram- oder U-Bahn-Strecken einen eingeschränkten Verkehr aufrechtzuerhalten. Die Beeinträchtigungen waren dennoch erheblich, der Straßenverkehr war durch deutlich stärkere Staus beeinträchtigt. Verdi verlangt für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen, für die der Tarifvertrag gilt, unter anderem eine Gehaltssteigerung um 668,75 Euro sowie eine Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit.
Kritik durch Arbeitgeberverband: Forderungen nicht erfüllbar
In der Verhandlungsrunde am 13. Februar war es nach Einschätzung von Verdi zu keiner Annäherung gekommen. Statt die Forderungen "als überzogen zurückzuweisen, sollten die Arbeitgeber/innen endlich den Druck erkennen, der finanziell und aufgrund der Arbeitsbedingungen auf den Beschäftigten lastet und Verhandlungen auf Augenhöhe mit uns führen", fordert der stellvertretende Landesbezirksleiter von Verdi Bayern, Sinan Öztürk.
Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte die Warnstreiks zuletzt kritisiert. Die Forderungen der Gewerkschaft seien nicht erfüllbar. "Daran können auch die derzeitigen Streiks nichts ändern.