Der senegalesische Priester besprengt die farbenprächtigen Kräuterbüschel vor dem Altar mit Weihwasser und betet mit den etwa 70 Gläubigen der katholischen Pfarrei und der Nachbargemeinden im Unterhohenrieder Pfarrgarten. Es ist der Feiertag Mariä Himmelfahrt und Abbé Pierre spricht: „Segne, unser Gott, diese Kräuter und Blumen . Sie erinnern uns an deine Herrlichkeit und an den Reichtum deines Lebens. Schenke uns auf die Fürsprache Mariens dein Heil. Lass uns zur ewigen Gemeinschaft mit dir gelangen…“

Die Kräutersegnung am Hochfest der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel wird seit Jahrhunderten gepflegt. Die Heilkraft der Kräuter soll allen Menschen zum Heil werden, Gesundheit und Freude schenken. Positive Wirkung versprechen die Pflanzen durch die Verwendung als Salben, Tinkturen, Säfte und sogar Schnäpse. Dieses Heil ist an Maria in den Aussagen der Schrift besonders deutlich geworden. Nach einer Legende, als die Jünger das Grab Mariens öffneten, hätten sie dort statt des Leichnams Blüten und Kräuter vorgefunden.

Mittlerweile ist der Unterhohenrieder Pfarrgarten am gegenüberliegenden Gotteshaus gerade in den Monaten der Pandemie zu einem gern besuchten Ort des gemeinsamen Betens und Singens für die Gläubigen geworden. Nicht zuletzt, weil der Blumenschmuck am Pfarrhaus einladend wirkt.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender und Wortgottesdienstbeauftragter Michael Bock konnte coronabedingt etwa 30 Veranstaltungen zählen. Notwendige gottesdienstliche Vorbereitungen für den Pfarrhof übernahmen neben den Mesnern und Kirchenmusikern auch bereitwillig Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung.

Weitere Andachten geplant

Solange es die Witterung zulässt, wird auch künftig unter Beachtung der aktuellen Corona-Regeln zum Gottesdienst in den Pfarrgarten eingeladen.