Die Haushaltszahlen für das Jahr 2021, die Felix Eisenmenger von der VG Hofheim am Mittwoch im Gemeinderat präsentierte, klangen positiv: Das Haushaltsvolumen ist in diesem Jahr höher als im Corona-Jahr 2020.

Der Vermögenshaushalt wächst um 700 000 Euro, der Verwaltungshaushalt um 200 000 Euro. Die Zuweisungen für den Kindergarten steigen um 65 000 Euro. Bei der Einkommenssteuer rechnet Eisenmenger mit einem Plus von 60 000 Euro, bei der Gewerbesteuer gar mit Mehreinnahmen von rund 315 000 Euro. Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt steigen, da ein Mitarbeiter im Bauhof zusätzlich eingestellt wird. Die Kreisumlage steigt um 68 000 Euro.

Das Gesamtvolumen des Haushalts beträgt 6 288 100 Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 3 219 000 Euro, der Vermögenshaushalt mit 3 069 100 Euro. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen, jedoch wird der Haushalt durch eine Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 1 046 100 Euro ausgeglichen. Mindestens 99 500 Euro werden vom Verwaltungs- dem Vermögenshaushalt zugeführt, um die ordentliche Schuldentilgung leisten zu können.

Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt von 927 Euro vom Jahresanfang auf 854 Euro zu Jahresende, die Gesamtverschuldung von 1 261 065 auf 1 162 061 Euro.

Mit 1 150 000 Euro stellen die Baumaßnahmen im Bürgerhaus Burgpreppach die mit Abstand größte Investition dar, gefolgt vom Radwegbau von Ibind zur B 303 mit 400 000 Euro. 344 000 Euro sind für Gemeindestraße in Hohnhausen veranschlagt, 180 000 Euro für die dortige Wasserversorgung und 150 000 Euro für die Abwasserbeseitigung in Hohnhausen.

Infotafeln an den Radwegen

Die touristischen Radtouren im Landkreis sollen verbessert werden. Daraus entwickelte sich das Projekt der „Thematischen Rad- und E-Radtouren von den Haßbergen bis in den Steigerwald zum Ausbau der freizeittouristischen Angebote und stärkeren Vernetzung mit den Landkreisen“. Ziel des Projekts ist es, die Infrastruktur der Radwege – vor allem mit Infotafeln – und die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern. Die Beschilderung der Radwege soll ergänzt und ausgebaut werden. Eine Handy-App soll den Radtouristen die schönsten Strecken aufzeigen und weitere Informationen liefern. Susanne Volkheimer und Christoph Dilzer vom Haßberge-Tourismus stellten das Projekt vor.

In Burgpreppach soll jeder Gemeindeteil eine Informationstafel inklusive einer Gemeindetafel erhalten, die auf die ortsspezifischen Sehenswürdigkeiten hinweist. Zusätzlich soll eine Tafel auf Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe hinweisen. Die Projektträgerschaft übernimmt der Landkreis. Die Finanzierung erfolgt unter anderem über EG-Förderung und Sponsoring . Für die Marktgemeinde verbleibt ein Eigenanteil von cirka 6200 Euro. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Die Flurbereinigungsgenossenschaft Hohnhausen, die Jagdgenossenschaft Hohnhausen-Ibind sowie die Jagdangliederungsgenossenschaft Burgpreppach-Ibind erhalten einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der Kosten für anfallende Unterhaltungsmaßnahmen an Straßen, Flurwegen und Gräben.

Ausgaben für Schule und FFW

Vier digitale Schultafeln, sogenannte „Activeboards“, werden für die Grundschule in Burgpreppach angeschafft. Sie werden zu 90 Prozent gefördert. Für die Gemeinde verbleibt ein Eigenanteil von zirka 3200 Euro.

Einstimmig beschloss das Gremium die Anschaffung von 40 Pagern für die digitale Alarmierung der Feuerwehrleute. Die Förderquote beträgt 80 Prozent für 21 Geräte. Der Eigenanteil des Marktes beträgt zwischen 12 760 und 16 00 Euro.

Zum neuen stellvertretenden Feuerwehrbeauftragten wurde Jan Brandenburger gewählt.